In der Nacht zum 29. Mai wurde das SPD-Bürgerbüro in der Innenstadt Ziel von Vandalismus. © Antje Bücker
Angriff auf SPD-Büro

SPD Haltern: Vandalismus-Schaden am Parteibüro wurde zum Streitfall

Die Spuren des Anschlags auf das SPD-Parteibüro im Mai sind noch immer zu sehen. Die Wände sind beschmiert, die Scheiben zerschlagen. Jetzt gibt es neue Nachrichten.

In der Nacht von Freitag auf Samstag (29. Mai) wurde das SPD-Büro in Haltern mitten in der Fußgängerzone von Unbekannten attackiert. Scheiben wurden zerstört und die Fassade beschmiert. Im Internet gab es ein Bekennerschreiben.

Noch immer sind die Spuren zu sehen. Aber am Dienstag (3. August) erhielt SPD-Parteivorsitzender Heinrich Wiengarten gute Nachrichten. Der SPD-Schadensservice aus Frankfurt übernimmt die Reparatur für die Schaufensterscheiben. Der Eigentümer des Hauses, seit Anfang 2021 eine Bauprojekt-GmbH aus Bocholt, erklärte sich nur für einen neuen Anstrich der Fassade zuständig, für den Scheibenbruch sollte die SPD selbst aufkommen. Heinrich Wiengarten berichtet von wochenlangen, ärgerlichen Gesprächen, umso zufriedener las er die Post aus Frankfurt.

Halterner Firma erneuert Panzerglasscheiben

Eine Halterner Firma wird nun beauftragt, die Panzerglasscheiben zu erneuern. Der Schaden beläuft sich auf rund 1200 Euro. „Die Reparatur wird in den nächsten Tagen erfolgen“, kündigt Heinrich Wiengarten an.

Die Täter konnten bislang nicht gefunden werden. Aber der Fall ist noch nicht zu den Akten gelegt. Laut Staatsanwaltschaft Essen sind die Ermittlungen zu dem Fall nicht eingestellt worden. Am Tatort gefundenes Beweismaterial werde noch untersucht.

Im Internet bekannte sich damals eine Gruppe, die sich „Autonome Trans-Personen“ nennt, zu dem Angriff. Sie veröffentlichte noch in der Nacht das Bekenntnis auf der Webseite de.indymedia.org des gleichnamigen Netzwerks. Im Juli 2020 wurde die Plattform vom Bundesverfassungsschutz als linksextremer Verdachtsfall eingestuft.

Das Parteibüro war in den letzten Monaten nur zeitweise besetzt. Wegen Corona verzichtete die SPD generell auf öffentliche Veranstaltungen vor dem Haus in der Rekumer Straße. Das soll sich zum Bundestagswahlkampf wieder ändern.

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Elisabeth Schrief

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