Die Stadt Haltern nimmt 2019 durch Parkgebühren einen ordentlichen Batzen Geld ein

hzParken und Gebühren

Die Parkgebühren sind für motorisierte Besucher der Stadt ein leidiges Thema. Die Einnahmen sind für die Stadt aber eine wichtige Größe. Ein Parkplatz hat seine Bilanz erheblich verbessert.

Haltern

, 13.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Anfang konnten sich die Autofahrer, die in Halterns Innenstadt einen Stellplatz suchten, gar nicht an die Schranke am Musikschulparkplatz gewöhnen. Für das Sesam-öffne-dich benötigt man seit Herbst 2014 eine EC-Karte.

Im ersten Jahr war die Akzeptanz der motorisierten Besucher Halterns für die neue Anlage enttäuschend, in die vor allem die Werbegemeinschaft Haltern investiert hatte. Während Fahrzeuge an anderen Standorten in der Stadt dicht an dicht standen, war der Musikschulparkplatz an der Schmeddingstraße häufig nur wenig gefragt. 2015 flossen rund 21.000 Euro in die Stadtkasse.

Musikschulparkplatz wird mittlerweile besser angenommen

Mittlerweile haben die Verkehrsteilnehmer aber ihre Zurückhaltung abgelegt. Das belegen die Gebühren, die in den letzten Jahren für die Nutzung der 93 Stellplätze an der Schmeddingstraße eingenommen wurden. Sie stiegen 2019 auf knapp 43.000 Euro. So macht sich die Investition der Kaufleute für die Stadt bezahlt. Im Vergleich zu anderen bewirtschafteten Stellflächen in der Innenstadt können die Bürger an diesem Standort profitieren.

Für Kurzzeitnutzer, die vielleicht nur schnell ihre Kinder an der Musikschule abgeben wollen, ist das Parken für die ersten zwölf Minuten kostenlos. Pro Stunde werden 0,75 Euro fällig (maximal 4,50 Euro). Auf dem Kärntner Platz in der Nachbarschaft kann man dagegen lediglich maximal drei Stunden parken. Pro Stunde werden hier 1,50 Euro Gebühren erhoben.

Die Stadt bewirtschaftet über 400 Parkplätze

Insgesamt unterhält die Stadt in Haltern 422 Parkplätze und 13 Krad-Stellplätze. Die Stadt nahm 2019 rund 553.000 Euro Gebühren ein. 2015 waren es nur 510.000 Euro. Die Parkscheinautomaten mit den besten Ergebnissen standen im vergangenen Jahr auf dem Kärntner Platz (130.000 Euro), auf dem Nordwall (92.000 Euro) und an der Hullerner Straße (62.000 Euro).

Die Mehrgenerationenparkplätze werden laut Presseamt gut angenommen, das Freiwilligkeitsprinzip funktioniere. Die Stadt sei in Überlegungen, Parkgebühren künftig auch in Haltern per Handy bezahlen zu können. Andere Städte wie Dorsten haben dieses Modell bereits eingeführt.

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