Die Stadt Haltern hat die Gebühren neu kalkuliert Bürger dürfen mit Entlastung rechnen

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Ein Müllwerker bei der Arbeit
Auch die Abfallentsorgung wird in jedem Jahr neu kalkuliert. © picture alliance / dpa
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Alles wird teurer in diesem Krisenwinter. Vor diesem Hintergrund brachte Christian Hovenjürgen, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsberiebe bei der Stadt Haltern, am Dienstag eine besonders gute Nachricht mit in den Haupt- und Finanzausschuss. Die Halterner müssen im nächsten Jahr nicht noch tiefer in die Geldbörse greifen, um ihre Gebühren an die Stadt zu entrichten. Im Gegenteil, es kommt sogar zu einer Entspannung.

Wie die Stadt an einer Beispielrechnung für eine vierköpfige Familie vorrechnet, ist für Abwasser- und Abfallbeseitigung eine Entlastung von knapp 15 Euro zu erwarten. Statt 687,16 Euro soll die Rechnung im kommenden Jahr 672,55 Euro betragen. Dabei setzt die Verwaltung das Aufkommen von 160 Kubikmeter Abwasser und 130 Kubikmeter Niederschlagswasser sowie ein 120-l-Abfallgefäß bei 14-tägiger Leerung voraus. Wird noch eine Grüne Tonne genutzt, liegt die Verbesserung immerhin noch bei 9 Euro.

Maßgeblich geht die Gebührensenkung auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zurück, dass in einem Musterverfahren festgestellt hatte, das die privaten Haushalte zu hohe Abwassergebühren gezahlt haben. Es stellte Kalkulationsfehler fest. Bei den Straßenreinigungsgebühren sind in Haltern für 2023 kaum Veränderungen vorgesehen. Eine Erhöhung im Bereich Winterdienst kann durch eine Reduzierung beim Sommerdienst aufgefangen werden.