Zweimal Platz 1 für die Seestadt - Halterner sind beim Stadtradeln nicht zu bremsen

hzBilanz Stadtradeln

Beim Stadtradeln gibt es nur Gewinner, denn die Teilnehmer legen Kilometer gesund und umweltgerecht zurück. In zwei Kategorien liegt die Seestadt sogar auf Platz eins in der Metropole Ruhr.

Haltern

, 18.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Mitglieder des Skiclubs Haltern haben als Team bei der Aktion Stadtradeln viel Ehrgeiz entwickelt und eine tolle Kilometerleistung hingelegt. Während der Wettbewerbsphase vom 25. Mai bis zum 14. Juni sammelten die 26 Teilnehmer fast 10.800 Radkilometer und sparten dabei über 1500 Kilogramm CO2 ein.

Die Skifahrer aus Haltern bewiesen damit, dass sie nicht nur auf verschneiten Pisten sportlich unterwegs sind, sondern auch auf Halterns Straßen und Radwegen. „Unser Verein hat damit ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz gesetzt“, freut sich Skiclub Teamer Gerd Püffken.

Gerd Püffken hat persönlich profitiert

Er selbst radelte natürlich mit und machte dabei eine ganz eigene Erfahrung. „Ich persönlich habe besonders profitiert, indem ich die Halterner Umgebung mit dem Fahrrad neu erschlossen habe und Gegenden kennengelernt habe, wo ich noch nie war“, sagte er rückblickend.

Zweimal Platz 1 für die Seestadt - Halterner sind beim Stadtradeln nicht zu bremsen

Gerd Püffken organisierte die Teilnahme beim Wettbewerb Stadtradeln für den Halterner Skiclub und lernte bei Touren verborgene Schätze kennen. © privat

Eine vergleichbare Tour wie den Ausflug zum Einradeln, der nach Olfen über den Wesel-Datteln-Kanalweg, die Alte Fahrt, durch die Steverauen, den Alten Postweg und entlang am Hullerner und Halterner Stausee führte, wolle der Skiclub schon bald wiederholen.

Auf dem zweiten Platz bei der Teamwertung landete das Offene Team Haltern, das mit ebenfalls 26 Teilnehmern knapp 9000 Kilometer zurücklegte. Beeindruckend ist auch die Leistung von Mitgliedern des SV Hullern, der mit 13 Radlern an den Start ging und rund 8600 Kilometer auf den Tacho brachte.

Info

178 Teilnehmer in Haltern

178 Radelnde, davon 17 Mitglieder des Kommunalparlaments, legten beim Stadtradeln in Haltern insgesamt 59.644 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei 8.469 Kilogramm CO2 (Berechnung basiert auf 142 Gramm CO2 pro Personen-Kilometer). Dies entspricht der 1,49-fachen Länge des Äquators. Bis Freitag (21. Juni) können Teilnehmer noch ihre gefahrenen Radkilometer nachmelden.

178 Teilnehmer ließen für sich in Haltern insgesamt 59.000 Kilometer registrieren. Statistisch gesehen ist jeder Einwohner 1,54 Kilomter geradelt. Damit ist Haltern die Kommune in der Metropole Ruhr mit den meisten Radkilometern pro Einwohner. In Herdecke auf dem zweiten Platz waren es lediglich 1,45 Kilometer und in Dorsten auf dem dritten Rang 1,06 Kilometer.

Bürgermeister freut sich über das Ergebnis

Entsprechend erfreut äußerte sich am Dienstag Bürgermeister Bodo Klimpel. „Ich freue mich über das insgesamt gute Ergebnis, es zeigt einmal mehr, dass es eine Reihe von Halterner Bürgerinnen und Bürgern gibt, die sehr viel und auch sehr gern mit dem Fahrrad unterwegs sind. Dazu bietet gerade unsere so große Flächengemeinde auch viele Möglichkeiten.“ Positiv bewertete er auch, dass Haltern in der Metropole Ruhr als die Gemeinde gilt, die die radelaktivsten Parlamentarier hat, „denn 39 Prozent unserer Ratsmitglieder haben mitgemacht.“

Kommentar von Silvia Wiethoff

Das Radfahren in den Alltag integrieren

Das Halterner Ergebnis beim Wettbewerb Stadtradeln ist vielversprechend, reicht aber noch lange nicht aus, wenn wir es mit dem Klimaschutz wirklich Ernst nehmen wollen. Noch setzen sich zu viele von uns allein in einen Wagen, um von A nach B zu fahren. Noch sind wir zu PS-verliebt und stolz auf das Statussymbol Auto. Zumindest im Stadtgebiet Haltern kann das Fahrrad für uns alle eine Alternative sein. Von den Ortsteilen bis in den Stadtkern sind nur wenige Kilometer zurückzulegen. Nie standen uns bessere Räder, sogar E-Bikes, und bessere wetterfeste Kleidung zur Verfügung. Wir alle sollten das Radfahren mehr in unseren Alltag integrieren. Dann wären viele von uns gesünder und auf lange Sicht würde sich das Angebot von Radwegen in unserer Stadt bestimmt noch verbessern lassen.
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