Stadtverkehr: Halterner Bürger sind als Experten gefragt

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Das Expertenwissen der Bürger ist gefragt: Wo lässt es sich gut zu Fuß vorankommen? Sind Radwege am äußeren Stadtring nötig? Das Mitmachen ist bequem von zu Hause aus möglich.

Haltern

, 08.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Halterns Bürger waren von Anfang an eingebunden, als Stadtverwaltung und Gutachterbüro ein Integriertes städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) erarbeiteten. Im Mai 2019 ging das Projekt mit einer Bürgerversammlung zu Ende. Die Planungsbüros „Stadtraum Architektengruppe“ um Martin Rogge und „Junker + Kruse Stadtforschung Planung“ hatten 17 Schwachstellen im Stadtkern entdeckt.

In den nächsten zehn bis 15 Jahren sollen sie nach Möglichkeit abgearbeitet werden. Auftakt war auf der Mühlenstraße, Lippstraße, Lippmauer und Rekumer Straße mit der barrierefreien Umgestaltung der Straßenoberflächen. Als nächstes kleineres Projekt folgt die Neugestaltung der Melkstiege zwischen Schüttenwall und Krankenhaus.

Die Umsetzung größerer Projekte wie die Gestaltung einer Promenade vom Bahnhof in die Innenstadt setzt ein Verkehrskonzept voraus. Geschrieben wird es vom „büro stadtVerkehr“ aus Hilden. Die Bürger sind eingeladen, ihre Anregungen und Ideen einzubringen.

Fragen zu den Rad- und Fußwegen in der Innenstadt

Dazu sagt Gunter Albrecht (Stadt Haltern): „ Das städtebauliche Verkehrskonzept zielt auf den innerstädtischen Bereich, das pulsierende Herzstück, ab. Ein besonderer Schwerpunkt liegt beim Thema Radverkehr.“ Darüber hinaus werden auch der Motorisierte Individualverkehr (MIV), der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) und der Fußverkehr in die gesamtstädtische Entwicklung einbezogen.

Der Fokus liegt auf folgenden innerstädtischen Bereichen:

  • Stadtpromenade zwischen Stadtzentrum und Bahnhof Haltern am See
  • Neugestaltung des innerstädtischen Angelpunktes zwischen Kardinal-von-Galen-Park und Kärntner Platz
  • Radwege auf den äußeren Ringstraßen
  • Neuordnung des Verkehrs in der Innenstadt.

Bürgerinnen und Bürger, alle relevanten Gruppen und Akteure sind eingeladen, Vorschläge zu machen und mit der Stadt zu diskutieren. Effektiv handeln könne die Stadt nur, so heißt es in einer Mitteilung, wenn Defizite auch tatsächlich benannt würden. Dafür organisiert die Stadt allerdings keine Bürgerversammlung, sondern organisiert die Befragung online über ihre Internetseite.

Anregungen auf einer interaktiven Karte benennen

Alle Interessierten sollen ihre alltäglichen Wege und Aufenthaltsorte betrachten. Sie können auf der Internetseite in eine interaktive Ideen-Karte klicken und die für sie besonders attraktiven Bereiche benennen. Ebenso dankbar ist die Verwaltung für Hinweise, Wünsche und Ideen. Dazu gehören Rückmeldungen für positive Veränderungen genauso wie für Mängel oder Problembereiche.

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Dabei können sich die Bürger an Fragen orientieren wie zum Beispiel: Wo halten Sie sich gern auf?, Wo lässt sich gut / schlecht zu Fuß oder mit dem Fahrrad vorankommen?, Welche Orte und Bereiche sind gut oder weniger gut mit Bus oder Bahn zu erreichen?, Wo gibt es Hindernisse für Rollatoren oder Kinderwagen?, In welchen Bereichen ist die Verkehrsbelastung im Auto- und / oder Lkw-Verkehr nach der persönlichen Wahrnehmung zu hoch?

All diese Angaben fließen in die Stärken-Schwächen-Analyse ein. Gunter Albrecht: „Sie helfen dabei, die innerstädtischen Bereiche zu entwickeln und zeigen uns, wie der Verkehr zukünftig innerhalb der Stadt Haltern am See stadtverträglich organisiert werden kann.“

Eine Teilnahme ist ab sofort bis zum 4. Januar 2021 möglich: https://www.buergerbeteiligung.de/haltern/

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