Meinung

Starkregen-Vorsorge: Ein Vorzeigeprojekt zum Schutz der Bevölkerung

Der Klimawandel wird zum Teil verheerende Folgen mit sich bringen. Das erfordert ein Umdenken in den Kommunen. Aber auch die Bürger sind gefordert. Ein Kommentar.
Unwetter über Haltern: Mit dem Klimawandel werden sich auch die Starkregenereignisse in Haltern häufen. © Benjamin Glöckner

Sintflutartige Regenfälle und lokale Sturzfluten – wir werden künftig mit einer Zunahme von Starkregen-Ereignissen leben und umgehen müssen. Mit einer Starkregengefahrenkarte und einer Planungshinweiskarte, die konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz vorschlägt, stellt sich die Stadt Haltern darauf ein.

Sie geht hier mit gutem Vorbild voran. Das bestätigt auch Holger Hoppe vom Ingenieurbüro Pecher. Das Halterner Projekt sei „in dieser Detailschärfe und Größenordnung“ etwas Besonderes. Nur wenige Kommunen könnten Ähnliches vorhalten, meinte er.

Anhand von Gefährdungs- und Risikoanalysen wurde ein Handlungskonzept zur Minderung von Überflutungsschäden durch Starkregen erstellt. Bürger und Stadt werden davon profitieren.

Der Blick auf die informative Karte, die bald online gehen soll, zeigt, wer auf seinem Grundstück oder an seinem Gebäude Vorsorgemaßnahmen treffen muss. Vorschläge dafür sind gleichzeitig auf der Webseite der Stadt zu finden. Und auch die persönliche Beratung durch Experten wird gewährleistet. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung wird diese Aufgabe übernehmen.

Alles in allem also eine runde Sache. Zumindest, wenn auch alle „mitspielen“. Denn nicht nur die Stadt muss ihre Bürger schützen. Ohne die Eigenvorsorge der Halterner geht es nicht. Sie können ihre Häuser schützen – das muss nicht immer teuer sein. Technische Schutzeinrichtungen der Stadt allein jedenfalls reichen nicht.

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