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Stephanie Suthoff (34) wird Brandmeisterin bei der Halterner Feuerwehr

hzFrau in Männerberuf

In ihrem Jahrgang ist sie die einzige Frau. Und auch zuvor war immer nur eine Frau dabei. Aber Stephanie Suthoff stört das nicht. Die 34-Jährige macht eine Ausbildung bei der Feuerwehr.

Haltern

, 07.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war der letzte Versuch. Zweimal hatte sich Stephanie Suthoff in den vergangenen Jahren in Castrop-Rauxel und Dortmund bereits für eine Ausbildung zur Brandmeisterin bei der Feuerwehr beworben, beide Male scheiterte sie am Sporttest. In Haltern ist es dann etwas geworden.

„Es ist schön, dass es jetzt endlich geklappt hat. Mir macht die Ausbildung total Spaß", berichtet die Halternerin. Zu Beginn geht es für sie nun erstmal wieder in die Schule. Neben der praktischen Arbeit direkt an der Halterner Wache werden ihr in Dorsten die Grundlagen des Berufs auf theoretischer Basis nähergebracht.

Eine Frau ist bei der hauptberuflichen Feuerwehr selten

Mit ihr zusammen lernen 31 weitere Brandmeisteranwärter. Alle sind männlich. Generell sind Frauen bei der hauptberuflichen Feuerwehr ein seltenes Bild. Ein häufiger Grund: Die Aufgaben sind für beide Geschlechter die Gleichen. Einige Frauen trauten sich gewisse Aufgaben nicht zu, so die Halternerin. „Bei einem Feuer wird ja auch nicht unterschieden. Das will man als Frau doch gar nicht anders", findet die Halternerin.

Als einzige Frau müsse man zu Beginn dennoch den einen oder anderen Spruch einstecken, sagt Stephanie Suthoff: „Man muss sich da schon erst beweisen. Aber wenn die Männer merken, dass man anpacken kann, ist man auch schnell akzeptiert." Obwohl der Beruf eher als Männerdomäne bekannt ist, will sie auch Frauen und Mädchen Mut machen, sich für die Feuerwehr zu entscheiden. „Man sollte keine Scheu haben, es ist wirklich ein toller Job", sagt sie.

Im Rettungsdienst begonnen

Schon seit mehreren Jahren ist die Halternerin begeistert von der Arbeit an der Wache. Begonnen hat sie im Rettungsdienst, es folgte die Arbeit als Notfallsanitäterin, die sie auch aus ihrer Heimat Castrop-Rauxel nach Haltern verschlug. Auch nach der Ausbildung, wenn sie als Brandmeisterin ihre Arbeit beginnt, kann sie weiter im Rettungsdienst tätig sein. „Das war mir auch sehr wichtig, weil mir die Arbeit immer viel Spaß gemacht hat", so die Halternerin.

Im Gegensatz zu vielen Kollegen in der Ausbildung war Stephanie Suthoff bei der Freiwilligen Feuerwehr allerdings nie Mitglied. „Das macht aber gar nichts. Wir lernen alles von der Pieke auf", erzählt sie.

Bereut hat die Halternerin die Ausbildung bisher in keiner Sekunde. Für sie ist die Arbeit bei der Feuerwehr ein absoluter Traumjob: „Ich kann eigentlich nichts Schlechtes sagen. Der Beruf ist total facettenreich, man ist gut abgesichert und man sitzt nicht alleine im Büro."

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