Meinung

Stever-Lippe-Passage: Dient der Naturschutz hier als Abwiegelargument?

Die Ideen für die 400 Meter lange Stever-Lippe-Passage in Haltern geraten jetzt in die Mühlen der Verwaltungsapparate. Die Bürgerinitiative will aber nicht locker lassen. Ein Kommentar dazu.
An der Wasserwerkstraße soll die Stever-Lippe-Passage enden. © Jürgen Wolter

Eine Bürgerinitiative setzt sich für einen Radweg ein, der parallel zur Recklinghäuser Straße die Papenbrückstraße mit der Wasserwerkstraße verbinden könnte: die Stever-Lippe-Passage. Sie ist radtouristisch interessant als Verbindung von Hamm-Bossendorf zum Stausee, und vor allem unter Sicherheitsaspekten, denn sie würde einige Zufahrtprobleme für Radfahrer zur Innenstadt lösen. Erst gab es Zustimmung der Stadtspitze, jetzt gibt es Verwaltungsbedenken, vor allem auf Kreisebene. Vorprüfung, Verträglichkeitsprüfung, Gutachten: Da werden Hürden aufgebaut, vor allem in Sachen Naturschutz, denn der Radweg würde ein FFH-Naturschutzgebiet tangieren.

Natürlich ist der Naturschutz ein hohes Gut, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er hier als Abwiegelargument benutzt wird. Die Förderung des Radverkehrs steht auch nicht im Verdacht, ökologiefeindlich zu sein. Die BI lässt sich nicht entmutigen, sie präsentiert Lösungen, der Radweg könnte als Steg gebaut werden und die Natur nahezu unberührt lassen. Im Zusammenhang mit dem Wender, der an der Kreuzung Recklinghäuser Straße/ Recklinghäuser Damm als innovative Lösung auf dem Tisch liegt, könnte der neue Radweg eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Es wäre wünschenswert, dass sich alle Seiten konstruktiv um eine Realisierung bemühen. Think big: Einfach mal größer denken!

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