Streik ausgeweitet: Busse der Vestischen fahren auch am Dienstag nicht

Streik in Haltern

Für Montag (19. Oktober) hatte die Vestische bereits angekündigt, dass ihre Busse im Depot bleiben müssen. Nun werden sie wohl auch am Dienstag (20. Oktober) stillstehen.

18.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Busse der Vestischen fahren voraussichtlich am Montag und Dienstag in Haltern nicht.

Die Busse der Vestischen fahren voraussichtlich am Montag und Dienstag in Haltern nicht. © Kevin Kindel (Archiv)

Die Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Haltern müssen sich Anfang der Woche erneut um Alternativen bemühen. Wie bereits erwartet muss die Vestische ihre Busse aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur am Montag (19. Oktober), sondern auch am Dienstag (20. Oktober) auf den Betriebshöfen in Herten und Bottrop stehen bleiben.

Darüber informierte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Gewerkschaften hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ÖPNV in den aktuellen Tarifverhandlungen zum dritten Mal zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen aufgerufen und verlängerten die Arbeitsniederlegung um einen weiteren Tag auf den 20. Oktober, teilte ein Sprecher der Vestischen mit.

Da unter anderem die Leitstelle des Nahverkehrsunternehmens aus Herten bestreikt werde, könne die Vestische keinen sicheren Linienverkehr gewährleisten und habe nur die Möglichkeit, den kompletten Betrieb für nun 48 Stunden stillzulegen.

Am Mittwoch sollen die Busse wieder pünktlich fahren

Das gelte auch für Bedarfsverkehre wie AnrufSammelTaxis und TaxiBusse. Mit sämtlichen Fahrten entfielen sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen. „Die KundenCenter bleiben an diesen Tagen ebenfalls geschlossen. Sofern die Gewerkschaften ihre Streikaktivitäten nicht erneut verlängern, werden ab Betriebsbeginn am Mittwoch (21. Oktober) alle Busse wieder planmäßig fahren und die KundenCenter ihren gewohnten Service anbieten“, teilte die Vestische mit.

Gegenstand des Tarifkonflikts mit bundesweit ungefähr 130 ÖPNV-Unternehmen sind neben den Tarifsteigerungen umfangreiche Forderungen zu den jetzigen Arbeitsbedingungen für rund 87.000 Beschäftigte.

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