Meinung

Testbescheinigungen an Schulen: Landesregierung überrumpelt Lehrkräfte

Die weitreichende Regelung, dass Schulen und Lehrkräfte zusätzlich zum Unterricht auch noch Testbescheinigungen ausstellen müssen, kam zu kurzfristig. Ein Kommentar.
Ein Schüler macht einen Nasenabstrich bei sich. © dpa

Dass die Schulen und Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen zusätzlich zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts auch noch Bescheinigungen über negative Corona-Tests ausstellen müssen, ist von der Landesregierung viel zu spät kommuniziert worden.

Die Schulen kehrten am Montag (31. Mai) zum Präsenzunterricht zurück. Dass die Schulleitungen erst am Donnerstag (27. Mai) darüber informiert wurden, zusätzlich zum Unterricht auf Anfrage der Eltern auch noch Bescheinigungen über negative Corona-Tests ausstellen zu müssen, war viel zu kurzfristig.

Solch weitreichende Regelungen dürfen nicht vier Tage vor Wiederbeginn des Präsenzunterrichts aus heiterem Himmel aufgestellt werden.

Wie groß der Stellenwert von Unterricht für Kinder und Jugendliche in der aktuellen Zeit ist, muss an dieser Stelle nicht näher erläutert werden – aber die Bedeutung ist außerordentlich.

Oberste Priorität sollte es im Moment haben, jede verfügbare Sekunde in die Entwicklung von Bildung und sozialer Normalität der Kinder zu investieren.

Wenn nun Lehrkräfte beklagen, dass zweimal die Woche die komplette erste Unterrichtsstunde für Tests und das Ausstellen negativer Corona-Bescheinigungen draufgeht, dürfen die Schulen dafür nicht als Verantwortliche herhalten müssen.

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