Der Halterner Star-Florist Björn Kroner formuliert Tipps für Gäste und Gastgeber beim Weihnachtsessen. © Charlotte Schreiber
Weihnachtskolumne

Tischmanieren beim Weihnachtsessen: Einfache Tipps zum richtigen Verhalten

Vom Adventskranz bis zur großen Weihnachtstafel: Star-Florist Björn Kroner aus Haltern gibt Tipps zur weihnachtlichen Dekoration. Heute: Wie Sie sich am Tisch richtig verhalten.

So stolz ich auf unseren offenbar guten Ruf als Gastgeber bin, so wenig würde ich mich als Experte in Fragen der Etikette bezeichnen. Trotzdem möchte ich Ihnen einige einfache Tipps mit auf den Weg geben, die womöglich jenen Gästen und Gastgebern helfen, die bei Einladungen zuweilen eine gewisse Unsicherheit verspüren.

Tipp 1: Tischetikette nicht zu ernst nehmen und über sich selbst lachen

Ich habe nie verstanden, warum bestimmte Menschen mit Stolz von sich behaupten, Perfektionisten zu sein. Für mich hat Perfektionismus immer etwas verspanntes. Viel netter und sympathischer finde ich das, was man etwas altmodisch Nonchalance nennt.

Es bezeichnet in etwa die Gabe, über eigene kleine Fehler, Pleiten, Pech und Pannen mit Humor hinweg zu gehen. Eine Haltung, die nicht nur bei Tisch von Vorteil ist. Seien Sie Sie selbst, freuen Sie sich auf einen schönen Abend mit gutem Essen und anregenden Gesprächen und denken Sie nicht allzu viel über Fragen der Etikette nach.

Tipp 2: Ein Strauß als Gastgeschenk wird ausgepackt überreicht

Eine verbindliche Zu- oder Absage zu einer Essenseinladung ist eine Freude für den Gastgeber. Selbstverständlich sollte ein pünktliches Erscheinen sein. Besonders wichtig ist auch das Gastgeschenk.

Man sollte es achtsam wählen und mit ihm Respekt für den Geschmack der Gastgeber und einen gewissen Dank für die Einladung zum Ausdruck bringen. Ich persönlich setze berufsbedingt auf Blumen. Mit einem schönen Strauß kann man nicht scheitern. Man übergibt ihn übrigens ausgepackt der Dame des Hauses.

Tipp 3: Ellenbogen und Handy haben auf dem Tisch nichts verloren

Ich propagiere durchaus einen entspannten Umgang mit Tischmanieren. Einen Hinweis auf die übliche Haltung bei Tisch halte ich allerdings für angebracht. Man sitzt aufrecht und ruhig und es gilt immer: Das Besteck kommt zum Mund und nicht umgekehrt. Die Ellenbogen gehören jedenfalls nicht auf den Tisch sondern bleiben zwanglos am Körper.

Auch nicht auf den Tisch gehört das Handy – egal wie zwanglos der Abend verläuft. Verwurschteln Sie nicht die Beine mit den Stuhlbeinen und langen Sie nicht mit ausgestrecktem Arm über den Tisch. Bitten Sie einen Gast, ihnen das Gewünschte zu reichen.

Tipp 4: Interesse zeigen und Fragen stellen machen gute Gespräche aus

Bei jedem Essen gibt es einen bestimmten Moment, da wissen wir, dass der Abend gelungen ist. Nämlich dann, wenn wir als Gastgeber das Gefühl haben, überflüssig zu sein. Dieser Moment ist nicht selbstverständlich und auch nicht immer abhängig vom besonderen Talent der Gastgeber.

Die Kunst der Konversation besteht darin, Interesse am Gesprächspartner zu haben und Fragen zu stellen. Es gibt Menschen, die können den ganzen Abend reden, aber sie stellen nicht eine einzige Frage. Ein angeregtes Gespräch kommt so nicht zustande.

Tipp 5: Beim Verlassen des Tisches die Serviette neben den Teller legen

Beim Besteck arbeitet man immer von außen nach innen. Außer bei dem, was oberhalb des Tellers liegt, da ist es umgekehrt. Sobald das Besteck vom Tisch aufgehoben wurde, wird es nicht mehr zurückgelegt. Es bleibt auf dem Teller. Wenn Sie ihren Gang beendet haben, dann legen sie das Besteck geschlossen und schräg nach unten rechts auf den Teller.

Nimmt der Gastgeber seine Serviette, schüttelt sie auf und legt sie auf den Schoß, dann ist dies das Zeichen für den Beginn des Dinners. Achten Sie darauf, dass die Serviette halb gefaltet mit der offenen Seite zu Ihnen auf dem Schoß bleibt. Zum Benutzen öffnen Sie die Serviette und putzen sich mit der Innenseite den Mund ab. Sollten man einmal den Tisch verlassen, dann faltet man sie locker zusammen und legt sie neben den Teller.

Über die Autorin
Volontärin
In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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