Toilettenpapier: Erste Hamsterkäufe in Halterner Supermärkten

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Die Zahl der Corona-Infizierten steigt wieder. Das verunsichert die Verbraucher. Sind neue Hamsterkäufe wie im Frühjahr zu befürchten? Die Erfahrungen in den Supermärkten sind unterschiedlich.

Haltern

, 20.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Regale, in denen Toilettenpaper zu finden ist, leeren sich derzeit wieder etwas schneller. Das bestätigt Kristin Schröder, Mitarbeiterin des Halterner Rewe-Markts an der Weseler. „Wir setzen unseren Kunden aber noch kein Limit beim Kauf der Pakete.“ Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigen derzeit wieder deutlich. Damals - im Frühjahr - hatte das für Hamsterkäufe unter anderem bei Toilettenpaper, Hefe und Mehl gesorgt.

„Ich empfehle den Menschen, ruhig zu bleiben“, sagt Dirk Glados, Filialleiter des Edeka-Centers Bleise. Auch er macht die Erfahrung, dass die Bürger zunehmend größere Mengen an Toilettenpapier einkaufen.

Foto spiegelt Realität nicht wider

Kürzlich hatte ein Halterner Mitbürger das Foto eines leeren Toilettenpapier-Regals in der Edeka-Filiale in einer Halterner Facebook-Gruppe gepostet. Das Bild habe aber nicht die aktuelle Situation gezeigt, stellt Dirk Glados klar. „Als ich das Foto am Samstag sah, habe ich direkt in der Filiale angerufen, um nachzufragen, ob auch die Reserven weg seien.“ Sein Mitarbeiter habe ihm aber bestätigt, dass die Regale noch voll seien. „Lediglich ein, zwei Sorten waren ausverkauft.“

Dennoch warnt der Edeka-Filialleiter: „Noch ist genug Ware da und wir bekommen auch welche nach. Aber wenn die Menschen wieder anfangen, unnormal zu kaufen, sind die Regale irgendwann wieder leer.“ So wie im Frühjahr. Dann können die Supermärkte auch nicht mehr so schnell für Nachschub sorgen.

Kristin Schröder empfiehlt allen Bürgern, Ruhe zu bewahren und wie gewohnt einzukaufen. „Wenn die Kunden einkaufen wie sonst auch, besteht kein Grund zur Sorge, dass es zu wenig Toilettenpapier geben wird.“ Aber auch Mehl und Konservendosen müssten nicht auf Vorrat gekauft werden, meint die Rewe-Mitarbeiterin.

„Solange alle ruhig bleiben, wird nichts passieren“

„Selbst wenn es zu einem zweiten Lockdown kommen sollte, wäre das im Zusammenhang mit der Lebensmittelversorgung kein Problem“, betont Glados. Im Frühjahr hatten die Lebensmittel-Geschäfte ganz normal geöffnet. Dass ein Bürger nichts mehr bekommt, schließt Glados aus. „Solange die Menschen ruhig bleiben, wird nichts passieren.“ Von einem zweiten Lockdown geht der Filialleiter aber ohnehin nicht aus.

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Auch Werner Rieger, Filialleiter des K&K-Markts an der Lohausstraße, versucht zu beruhigen. „Die Regale sind noch nicht leer. Aber es ist schon spürbar, dass wieder mehr Toilettenpapier auf Vorrat gekauft wird.“ Eine Situation, die sich ähnlich schlimm wie im Frühjahr darstellt, erwartet Rieger zwar nicht. Doch er hat auch festgestellt: „Die Leute sind unbelehrbar.“ Vorsichtshalber ist aber dennoch eine Regulierung des Toilettenpapier-Verkaufs im K&K-Markt geplant. „Wir werden das jetzt machen“, sagt Werner Rieger. Bei jedem Einkauf ist dann wieder nur ein Paket erlaubt.

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