Trauer um Johannes Hermsen

Gymnasium

HALTERN Der langjährige Leiter des Gymnasium, Johannes Hermsen, ist am Dienstag im Alter von 61 Jahren gestorben.

09.07.2009, 18:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johannes Hermsen.

Johannes Hermsen.

Johannes Hermsen, ein gebürtiger Düsseldorfer mit anfänglichem Berufswunsch Priester, kam 1977 als Studienrat für Deutsch, Religion und Geschichte zum Halterner Gymnasium. Er blieb bis 1992, dann wechselte er als stellvertretender Schulleiter zum Gymnasium Nottuln. Haltern behielt er im Auge. Als Dr. Gerhard Schmitt das Pensionsalter erreicht hatte, wählte der Rat unter Führung seines ehemaligen Kollegen und Bürgermeisters Erwin Kirschenbaum Johannes Hermsen zum neuen Schulleiter. Im September 1995 wurde er mit der kommissarischen Leitung beauftragt, im Februar 96 trat Hermsen offiziell die Direktorenstelle an. Nicht von oben nach unten, sondern kollegial wolle er führen, sagte Johannes Hermsen, Vater von drei Kindern, bei Dienstantritt.

Ein gutes Miteinander und gemeinsames Handeln innerhalb des Kollegiums waren ihm ebenso wichtig wie die Kommunikation mit den Eltern. Aber im Mittelpunkt standen für ihn stets die Schüler. „Wenn wir Kinder motivieren wollen, müssen wir selbst motiviert sein.“ Keine Kleinigkeit bei inzwischen 1250 Schülern und 80 Kollegen. Uneitel im persönlichen Auftritt, eitel aber als Repräsentant des Joseph-König-Gymnasiums: Gerne machte er mit Erfolgen der Schule und Schüler Schlagzeilen und festigte damit den ausgezeichneten Ruf der Einrichtung. Johannes Hermsen brachte die Schule mit vielen Neuerungen nach vorn, sein nächstes Ziel wäre die Qualifizierung des Gymnasiums zur Europaschule gewesen. Hermsen hatte eine enge Bindung zur Stadt Haltern – und zur Musik. Als Banjospieler und Bassist in der Jazzformation „Skunk Train“ gehörte er zur kulturellen Szene der Stadt. Die Halterner betrauern mit Johannes Hermsens Familie den allzu frühen Tod. ►

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