Ein Trauzimmer mit Videokamera: Auch das Trauzimmer in Haltern ist digital. Grundsätzlich sind aber in Zeiten sinkender Inzidenzwerte wieder mehr Gäste bei Trauungen zugelassen. © picture alliance/dpa
Corona-Krise

Trauungen und Beerdigungen in Haltern: So viele Personen dürfen teilnehmen

Trauungen und auch Beerdigungen wollen meistens im Kreis von Familie und Freunden feierlich begangen werden. Aber was ist in Zeiten sinkender Inzidenzwerte erlaubt? Wir haben nachgefragt.

Die Zahl der standesamtlichen Trauungen war in den besonders gefährlichen Zeiten der Corona-Krise stark zurückgegangen. Weil diese zeitweise nur mit den Eheschließenden und dem Standesbeamten durchgeführt werden durfte, hatten viele Heiratswillige die Trauung kurzerhand auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Mit den allgemeinen Lockerungen der Schutzbestimmungen wird sich die Situation wohl auch in Haltern bald ändern. Aber wie sind eigentlich die aktuellen Regelungen?

Im Trauzimmer im Alten Rathaus sind derzeit insgesamt 13 Personen zugelassen – inklusive den Eheschließenden und dem Standesbeamten. „Das ist der Stand heute“, sagt Stadtsprecherin Sophie Hoffmeier und verweist auf häufig wechselnde Verordnungen des Landes NRW, denen sich die Kommunen anpassen müssen. „Wer eine Trauung plant, sollte auch nach den jeweils aktuell gültigen Teilnehmerzahlen fragen“, so Hoffmeier.

Digitales Trauzimmer im Alten Rathaus

Das Standesamt im Alten Rathaus ist aber zugleich ein digitales Trauzimmer: Angehörige und Freunde, die draußen bleiben müssen, können das Angebot der Live-Übertragung nutzen. Nach vorheriger Absprache, versteht sich.

Auch in der Kapelle des Schlosses Sythen sind 10 Gäste neben den Brautleuten und dem Standesbeamten erlaubt.

Im Römermuseum sind ebenfalls Trauungen möglich. In der Dauerausstellung an der Weseler Straße sind dann laut Auskunft von Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock bis zu 50 Personen zugelassen.

Pflicht für alle anwesenden Personen sind an an allen drei Orten die drei G’s. Alle Beteiligten müssen also geimpft, genesen oder negativ getestet sein.

Lockerungen auch bei Trauerfeiern

  • Bei Beerdigungsfeiern gilt auf den Halterner Friedhöfen aktuell keine Begrenzung der Personenzahl mehr. Auch müssen die anwesenden Trauergäste nicht getestet, geimpft oder genesen sein. Es besteht allerdings Maskenpflicht.
  • In den Kirchen der Seestadt dagegen ist die Zahl der Trauergäste nach wie vor beschränkt: Derzeit sind in St. Sixtus 80 Personen, in St. Joseph in Sythen 74 (einschließlich Foyer) und in der evangelischen Erlöserkirche 84 Personen zugelassen. In der Friedhofskapelle des evangelischen Friedhofs erhalten 12 Personen Einlass.
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Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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