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Trickbetrüger überrumpeln Sythener Ehepaar und stehlen einen lieb gewonnenen Gegenstand

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Ein Sythener Ehepaar ist Opfer eines Trickbetrugs geworden. Die Täter hatten es auf den Schmuck und das Geld abgesehen und nutzten dafür eine klassische Masche. Die Polizei rät zur Vorsicht.

Sythen

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Schock sitzt bei einem älteren Sythener Ehepaar noch tief: Sie sind Opfer von Trickbetrügern geworden, Schmuck und Bargeld sind weg. „Das Schlimmste ist, dass sie auch meinen Ehering mitgenommen haben“, sagt die Ehefrau (84). Seit 58 Jahren ist das Paar verheiratet.

Gemeinsam sind sie durch dick und dünn gegangen. Jetzt müssen sie das Geschehen erst einmal verdauen:

Am Donnerstag klingelt es gegen 13.10 Uhr an der Haustür der Senioren. Die 84-Jährige öffnet, ihr Mann (85) hat sich schon zum Nickerchen aufs Sofa im Wohnzimmer gelegt. Am Eingang steht eine Frau, die erklärt, Mitarbeiterin der Caritas zu sein.

Trickbetrügerin hatte keinen Ausweis dabei

Ein Nachbar habe sich bei ihrer Organisation gemeldet und angegeben, dass das Sythener Paar nicht mehr gut zurecht sei. Nun wolle sie mal schauen, wie die Lage ist, teilte die angebliche Caritasmitarbeiterin mit. Einen Ausweis kann die „Dame von der Caritas“ nicht vorlegen. Den habe nur die Chefin, die in der Nähe unterwegs sei, behauptet sie.

Personenbeschreibung

Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Hinweise

Die Polizei gab folgende Personenbeschreibung der Trickbetrügerin durch: Etwa 55 Jahre alt, um die 1,70 Meter groß, schlank, offene, schulterlange dunkle Haare, war am Tattag mit einem schwarz-weiß gestreiften T-Shirt und einer dunklen Hose bekleidet. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0800/2361111 entgegen.

Die Seniorin wundert sich zwar, welcher Nachbar die Caritas angerufen haben könnte. Ihr Sohn wohnt mit seiner Familie direkt nebenan und kümmert sich. Das ist im Dorf bekannt. Trotzdem nimmt sie die Fremde mit in ihre Küche.

Dort entwickelt sich ein Gespräch über Gesundheit und das Thema Kochen. Der 85-Jährige hört den Dialog teilweise auf dem Sofa mit und ist beruhigt. „Das wird die Kirchenzeitung sein, habe ich gedacht“, schildert er am Freitagmorgen das Geschehen.

Nach einiger Zeit verabschiedet sich der Besuch. Bevor die Frau das Haus verlässt, ruft sie noch schnell „ihre Chefin“ an. „Hier ist alles in Ordnung“, meldet sie. „Ich verlasse jetzt das Haus.“

Zum verschwundenen Schmuck gehört auch der Ehering

Am frühen Nachmittag sucht die Sythener Seniorin ihre oberen Wohnräume auf, um sich für den Kaffeeklatsch in der Mühle zurechtzumachen. Es kommt ihr komisch vor, dass der Teppich im Schlafzimmer aufgeschlagen ist. Sie rück ihn zurecht und will ihre Armbanduhr anlegen. Doch die ist nicht mehr da, ebenso der Ehering, den sie an gleicher Stelle aufbewahrt hatte.

Das Ehepaar stellt fest, dass weiterer Schmuck und ein Portemonnaie verschwunden sind und alarmiert die Polizei.

„Es handelt sich hier um einen klassischen Fall von Trickbetrug“, beurteilt Polizeisprecher Michael Franz den Tathergang. Dabei überraschen zwei Personen ihre Opfer. Eine lenkt ab und gibt vor, im Auftrag einer Organisation anzuklingeln, die andere sucht nach Wertgegenständen.

Er verweist auf die Präventionshinweise der Polizei:

  • Kontrollen werden von Organisationen in der Regel schriftlich angekündigt.
  • Die Mitarbeiter tragen alle einen Ausweis mit sich.
  • Man sollte keinen Fremden mit ins Haus nehmen.
  • Eventuell kann man an der Haustür einen Sperrriegel anbringen, der verhindert, dass sich jemand ins Haus drängen kann.
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