Trotz Reisewarnung: Rückkehr aus der Türkei verläuft problemlos

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Elke Rüdiger ist von einem Türkei-Aufenthalt nach Haltern zurückgekehrt. Die Rückreise unter Corona-Bedingungen hat trotz großer Sorgen gut geklappt, verlief aber anders als erwartet.

Haltern

, 08.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der vergangenen Woche hatte sich Elke Rüdiger Sorgen um ihre Rückreise aus der Türkei gemacht. Die 65-Jährige war vor allem wegen fehlender Informationen verunsichert, die ihren Weg vom Flughafen bis zu ihrer Wohnung in Haltern betrafen.

Sie war am 10. Juni aus gesundheitlichen Gründen in das Land gereist und hatte damit gerechnet, dass die Bundesregierung ihre Reisewarnung aufhebt, stattdessen war diese aber am 11. Juni bestätigt worden.

Nun ist Elke Rüdiger wieder zu Hause eingetroffen. Die Rückkehr verlief problemlos. Nach dem Bericht in der Halterner Zeitung hatte sich die Kreisverwaltung Recklinghausen doch noch bei der Rentnerin gemeldet und ihr mitgeteilt, sie möge ihre Fahrt von Düsseldorf nach Haltern selbst organisieren, sich auf dem kürzesten Weg nach Hause begeben und dort umgehend ihren Hausarzt kontaktieren und einen Corona-Test abnehmen lassen.

Der Coronatest fiel negativ aus

Letztlich holte eine Freundin die ehemalige Redakteurin der Halterner Zeitung vom Flughafen ab, die darauf gefasst war, mit in Quarantäne zu gehen, sollte Elke Rüdiger positiv auf das Coronavirus getestet werden. Zum Glück fiel jedoch das Untersuchungsergebnis negativ aus, sodass sich beide Frauen frei bewegen dürfen.

Eigentlich hatte Elke Rüdiger geplant, den Test auf Corona am Flughafen in Antalya durchführen zu lassen, um ganz beruhigt nach Deutschland einzureisen. Hier aber bekam sie die Information, dass das notwendige Gerät ausgefallen sei.

„Im ersten Moment dachte ich, ich darf gar nicht zurück“, schildert sie die Situation. Sie bestieg aber mit rund 80 weiteren Passagieren, darunter eine Reihe von Familien mit kleinen Kindern, ihren Flieger. Jeder habe ausreichend Sicherheitsabstand zum Nachbarn gehabt, berichtet sie.

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In Düsseldorf hat Elke Rüdiger keine besonderen Kontrollen wegen ihrer Einreise aus einem Risikogebiet erlebt. „Ich würde die Reise wieder machen“, zieht sie ein Fazit. Seit ihrem ersten Tag in der Türkei habe sie keinen Rheumaschub mehr erlebt, beschreibt sie die guten Auswirkungen des Klimas auf ihre Gesundheit.

Die Türkei leidet unter dem Ausbleiben der Touristen

In der Türkei, ihr Aufenhaltsort lag im Großraum Antalya, hat die Halternerin wahrgenommen, wie sehr die Bevölkerung unter dem Ausbleiben der Touristen leidet. „Die meisten Menschen dort arbeiten in Hotels oder Boutiquen oder an einem Stand. Eine Arbeitslosenversicherung, die den Ausfall auffängt, gibt es nicht“, so Elke Rüdiger.

Auch für Touristen würden übrigens die Auflagen gelten, die der türkische Staat wegen der Corona-Krise verhängt hat. So musste sich Elke Rüdiger, die zur Gruppe der Älteren ab 65 Jahr gehört, an eine Ausgangssperre zwischen 20 Uhr und 8 Uhr halten.

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