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Sicherheitsmann Arndt Warther und sein Team sorgen für Sicherheit an der Stauseekampfbahn

hzPrivater Sicherheitsdienst

Seit 31 Jahren ist Arndt Warther im privaten Sicherheitsdienst tätig. So sorgt er bei den Heimspielen des TuS Haltern dafür, dass kein Streit eskaliert.

Haltern

, 20.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Arndt Warther ist eigentlich kein großer Fußballfan. Privat steht er lieber auf dem Golfplatz. Als er am Sonntag aber live dabei war, als der TuS Haltern den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machte, war auch bei ihm die Freude groß. „Ich habe schon ein bisschen mitgefiebert. Das haben sie sich wirklich verdient“, so der Münsteraner.

Arndt Warther gehört zum privaten Sicherheitsdienst PMC Security aus Stadtlohn. Seit einigen Jahren ist ein Team des Unternehmes auch bei den Heimspielen vom TuS Haltern für die Sicherheit zuständig.

Prävention vor brenzligen Situationen

Während für die Fans der Fußballnachmittag erst mit Anpfiff um 15 Uhr beginnt, ist das PMC-Team rund eineinhalb Stunden früher an der Stauseekampfbahn. Der erste Halt der Sicherheitsleute ist das Eingangstor. In dunklen Westen und blauen Hemden mt der Aufschrift „Security“ positionieren sie sich dort und warten auf die Besucher. Wer eine größere Tasche dabei hat, muss diese öffnen.

„Wir versuchen viel präventiv zu regeln, damit es gar nicht erst zu brenzligen Situationen kommt“, erklärt Warther. Schon die Anwesenheit der Sicherheitskräfte wirke deeskalierend: „Hier kommt es nur sehr selten zu Stress. Da arbeitet man wirklich gerne.“

Viele Besucher, die zu jedem Heimspiel des TuS Haltern kommen, kennen die Sicherheitskräfte bereits und nicken ihnen freundlich zu. Mit einigen bleibt die Zeit für eine kurze Unterhaltung. „Ein Mann hat mir schon mehrfach erzählt, dass er seiner Frau immer sagt, er würde nur spazieren fahren. Die weiß wahrscheinlich gar nichts vom Fußballplatz“, erzählt Arndt Warther lächelnd. Sonst würde sie sich wohl Sorgen machen. Man kennt sich an der Stauseekampfbahn.

Alle Besucher im Blick halten

Sobald dann aber der Anpfiff in der Stauseekampfbahn ertönt, liegt das Hauptaugenmerk der Sicherheitskräfte nicht mehr auf dem Eingang. In zwei Streifen patroullieren sie am Spielfeldrand, um alle Besucher im Blick zu halten. Immer wieder schweift ihr Blick durch die Reihen.

Auffällige Personen sind beim Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen keine zu sehen. Das komme aber auch immer auf den Spielverlauf an, erklären die Sicherheitskräfte: „Nur Wenigen sieht man das an, wenn sie schon eine negative Grundstimmung haben.“ Besonders im Bezug auf Alkohol versuche man, da ein besonderes Auge drauf zu werfen: „Wenn jemand zu viel getrunken hat und gegen eine Gruppe torkelt, kann es schnell gefährlich werden. Das wollen wir vermeiden.“

Begleitung vom Schiedsrichter nach brenzligem Vorfall

Kurz vor der Halbzeit positionieren sich zwei Sicherheitskräfte am Spielfeldausgang. Gemeinsam begleiten sie den Schiedsrichter in die Kabine. Das war nicht immer so. Im Spiel gegen Herne zu Beginn der Saison hatte TuS-Spieler Benett Eickhoff in der 94. Minute zum 2:1 für den TuS getroffen.

Einige Gäste-Fans waren der Meinung, das Spiel hätte bereits abgepfiffen werden müssen und stürmten auf den Schiedsrichter los. Die Situation konnte damals zwar schnell unter Kontrolle gebracht werden, aber dennoch: „Wir wollen solche Situationen gar nicht erst aufkommen lassen.“

Schalke war ein besonderes Spiel

Beim Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen war die Arbeit für den Sicherheitsdienst entspannt. „Beim Spiel gegen Schalke war da schon noch mehr los“, erzählt Arndt Warther. 1500 Leute hatten sich zum Spiel gegen den Tabellenführer an der Stauseekampfbahn eingefunden: „Das war was Besonderes, weil man viel mehr Besucher im Blick haben und auch die Verkehrsführung lenken musste. Aber insgesamt war es auch da eigentlich ruhig.“

Sicherheitsmann Arndt Warther und sein Team sorgen für Sicherheit an der Stauseekampfbahn

Beim Spiel gegen die U23 von Schalke 04 mussten die Sicherheitskräfte 1500 Besucher in den Griff bekommen. © privat

Für den Sicherheitsdienst endete mit dem Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen die Saison des TuS Haltern. Wenn das erste Regionalligaspiel an der Stauseekampfbahn steigt, wird sich auch für das Team einiges ändern: „Da gibt es ja vom DFB einige Vorgaben. Es wird wohl ein Sicherheitskonzept geben und auch mehr Einsatzkräfte an unterschiedlichen Stellen. Das muss jetzt aber erstmal alles geklärt werden.“

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