Polizei

Über 80 km/h: Halterner mit selbstgebautem „Fahrrad“ im Verkehr unterwegs

Viele Menschen schrauben gerne an ihrem Fahrrad herum. Jedoch sollte es immer sicher und tauglich für den Verkehr sein - nicht so wie der Drahtesel, den ein 20-jähriger Halterner baute.
Die Polizei hat einen Halterner aus dem Verkehr gezogen, der sich ein ganz spezielles Fahrrad zusammengebaut hatte. © picture alliance / Patrick Seege

Die Polizisten rieben sich am Mittwochmorgen (28. April) die Augen und wunderten sich: „Handelt es sich hier wirklich um einen Radfahrer, der ohne in die Pedalen zu treten, ganz locker im fließenden Autoverkehr auf dem Hellweg in Haltern mitfahren kann?“

Nein, dem war nicht so. Es folgte eine Verkehrskontrolle des „schnellen Radfahrers“, der auf einem markanten Fatbike unterwegs war, wie die Polizei nun berichtet. Es stellte sich heraus, dass der 20-Jähriger Halterner einen Elektromotor, ein Akku-Pack sowie ein Griffdrehschalter am Lenker am Fahrrad verbaut hat.

Führerschein wäre nötig gewesen

Die Konstruktion sei Marke Eigenbau, gab der Fahrer zu, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten stellten das technisch aufgerüstete Fatbike sicher. Auf einem Rollenprüfstand brachte es das Gefährt später auf über 80 Stundenkilometer – nach Toleranzabzug.

Für die Geschwindigkeit bräuchte man einen Motorradführerschein Klasse A1/A – den der 20-Jährige nicht hat. Den jungen Mann erwarten jetzt Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

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