Unbekannte randalieren in Sythen und reißen Holzsterne zum Krippenweg ab

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Große Holzsterne schmückten zum zweiten Mal nach 2017 dem Weg zum Krippenweg in Sythen. Bis zur Nacht des 22. Dezembers: Da rissen Unbekannte die Sterne von den Bäumen.

Sythen

, 06.01.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit der Eröffnung am 1. Dezember wiesen die gelben Holzsterne in der Form des Sterns von Bethlehem den Weg zum Krippenweg am Sythener Schloss. Bereits zum zweiten Mal hatte das Organisationsteam um Bärbel Farwick und Barbara Hatebur die Sterne an den Bäumen aufgehängt, als leuchtender Hingucker für alle Besucher.

Doch am 4. Advent, kurz vor Heiligabend, dann der Schock: Zwölf Sterne waren verschwunden. „In der Nacht zum 22. Dezember waren hier im Dorf Sythen Randalierer unterwegs“, sagt Bärbel Farwick. Das hätten mehrere Anwohner beobachtet. Anschließend seien die Sterne weg gewesen.

Die etwa 50 Zentimeter großen Sterne waren in etwa 2,30 Meter Höhe fest installiert. „Da muss man sich schon Mühe geben, um sie abzureißen“, so Farwick. Es sei einfach traurig, dass so etwas passiere. Viele Besucher hätten nachgefragt, wo die Sterne seien und ob sie eventuell schon vom Organisationsteam abgebaut worden sind.

Abgestellt in einem Einkaufswagen

Allerdings waren sie nicht komplett verschwunden, sondern tauchten noch am Sonntag wieder auf: In einem Einkaufswagen, der am Bahnübergang Ecke Niehuser Weg abgestellt worden war. „Ein Stern war zerstört, die restlichen sind heil geblieben“, sagt Bärbel Farwick. Anzeige bei der Polizei hat der Förderverein Schloss Sythen nicht gestellt. Das Organisationsteam des Krippenwegs ist froh, die Sterne wiederzuhaben. „Leider konnten wir sie dann nicht mehr aufhängen“, bedauert Farwick.

Trotz des ärgerlichen Vorfalls zieht Bärbel Farwick, die in diesem Jahr zum letzten Mal den Krippenweg mit organisiert hat, eine positive Bilanz und lobt die Sythener für ihre Kreativität bei der Gestaltung der Krippen. „Toll, was alle sich dieses Mal wieder ausgedacht haben.“ Es sei für alle Beteiligten ein tolles Erfolgserlebnis gewesen, was man auch daran gesehen habe, dass jeden Tag Gruppenführungen anstanden. Viele hätten die besinnliche Atmosphäre genossen, die als angenehmer Gegenpol zum Kommerz der Weihnachtszeit wahrgenommen worden sei.

Tierische Unruhestifter

Die einzigen, die für ein wenig Unruhe in den liebevoll gestalteten Krippen sorgten, waren tierische Besucher. „Immer wieder fehlte hier und da etwas Watte in der Krippe, war Schafwolle herausgezupft“, sagt Bärbel Farwick und lacht. Aber damit müsse man draußen eben rechnen. Einmal sei auch ein Jesuskind, das kleinste in der gesamten Ausstellung, aus seiner Krippe verschwunden. Doch das habe wohl kein Tier gefressen. „Es lag zwei Tage später frisch gewaschen wieder in der Krippe“, so die Organisatorin.

Der Krippenweg am Schloss Sythen kann noch bis einschließlich Donnerstag (9. Januar) besucht werden. Die Krippen werden am Freitag (10. Januar) abgebaut. Am Freitag gibt es für alle Helfer und Krippenbauer von 11 bis 12.30 Uhr als kleines Dankeschön vom Förderverein Schloss Sythen ein Reibekuchenessen.
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