Vorschläge machen: Stadt Haltern sucht die Klimaideen der Bürger

Klimaschutz

Das Thema Klimaschutz ist in Corona-Zeiten derzeit in den Hintergrund gerückt. Die Stadtverwaltung bringt es wieder auf die Tagesordnung und sucht jetzt die Klimaideen der Halterner Bürger.

Haltern

16.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jugendliche machten angesichts der Debatte über die Ausrufung des Klimanotstands im Oktober 2019 in Haltern ihren Standpunkt deutlich.

Jugendliche machten angesichts der Debatte über die Ausrufung des Klimanotstands im Oktober 2019 in Haltern ihren Standpunkt deutlich. © Silvia Wiethoff

Ein gutes halbe Jahr ist es her, da wurden die Ausrufung des Klimanotstandes und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in den politischen Gremien der Stadt heiß diskutiert. Sechs Jugendliche protestierten bei der Ratssitzung am 10. Oktober für die Ausrufung des Klimanotstandes.

Am Ende wurde dieser mit Stimmen der CDU, WGH und FDP abgelehnt. Stattdessen wurde entschieden, den bereits eingeschlagenen Weg zur projektorientierten Maßnahmenumsetzung konsequent weiterzugehen.

Sprachrohr für die Halterner Bevölkerung

„Bestandteil des damaligen Beschlusses war zudem, dem großen Interesse der Bürgerschaft ein Sprachrohr zu geben“, teilt jetzt die Stadt Haltern in einer Pressemitteilung mit.

Und: Im Zuge der Fridays-for-future-Bewegung und der Klimanotstand-Debatte sei deutlich geworden, dass dieses Thema vielen Bürgerinnen und Bürgern wichtig sei, wenngleich, so die Stadt, auch nicht immer die Zeit vorhanden ist, sich selbst aktiv, zum Beispiel ehrenamtlich, einzubringen.

Ideen werden auf Realisierbarkeit hin überprüft

Für die Anregungen der Menschen sollte daher ein zentrales Postfach angelegt werden. „Wir haben jetzt ein Sprachrohr für alle Interessierten, die sich gerne noch aktiver in die Klimaschutz-Debatte einbringen möchten“, sagt Bürgermeister Bodo Klimpel. Unter der E-Mail-Adresse meine-idee@haltern.de kann jedermann seine Ideen, Vorschläge und Anregungen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung im Halterner Stadtgebiet einbringen.

Die Vorschläge werden dann gesichtet, sortiert und auf ihre Realisierbarkeit geprüft, erklärt die Stadt das anschließende Prozedere. Ziel sei es, diese dann bei der Erstellung der Arbeitsprogramme in den einzelnen Fachbereichen der Verwaltung zu berücksichtigen.

Hoffnung auf viele Ideen

Die Stadtspitze hofft auf viele kreative Anregungen und Beispiele, wie zum Beispiel CO2 eingespart werden kann, um das Klima zu schützen oder der umweltfreundliche Verkehr weiter vorangebracht werden kann.

Auch Ideen zum Thema Starkregen- oder Hitzeschutz sind willkommen. „Ich freue mich über jeden Beitrag, sei es von Schülerinnen, Schülern, Familien, Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen oder Verbänden“, so Bürgermeister Bodo Klimpel. Die Mail-Adresse ist bereits freigeschaltet: „Ich bin gespannt und freue mich auf die Ideen“, so Klimpel abschließend.

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