Vorsicht, Radarfalle: Blitzer an der B58 nach Umrüstung im neuen Gewand

hzWeseler Straße

Seit dem 20. Juli war der Blitzer an der Weseler Straße (B58) in Haltern vom Netz. Jetzt ist er mit neuer Technik wieder startklar - und sieht auch völlig anders aus als vorher.

Haltern

, 07.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er gehört zu den drei erfolgreichsten Blitzern im Kreis Recklinghausen, war aber in den vergangenen Jahren häufig außer Betrieb: Risse in der Fahrbahn oder andere technische Defekte sorgten dafür, dass die Blitzeranlage an der Weseler Straße (B58) in Haltern nicht so verlässlich im Einsatz war wie gewünscht. Das soll nun anders werden.

Am Donnerstag (6. August) wurden die letzten Arbeiten zur Umrüstung der Anlage abgeschlossen. Das teilte Kreissprecher Jochem Manz am Donnerstag mit. Der Blitzer sei ab sofort wieder in Betrieb. Die Umrüstung mit neuer Technik wurde im Zuge einer kreisweiten technischen Verbesserung durchgeführt. Auch das Verkehrsschild, das auf Tempo 50 an der Stelle hinweist, wurde gegen ein größeres ausgetauscht, wie der Kreissprecher mitteilte.

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Bisher funktioniert der Blitzer wie alle anderen 22 im Kreis bodengebunden, das heißt, die Induktionsschleife verläuft unterhalb der Straße. Doch bei den neuen Geräten setzt der Kreis auf laserbasierte Messungen, die auch nicht mehr so störanfällig sein sollen wie die alte Methode.

Auch das Hinweisschild wurde gegen ein neues, größeres ausgetauscht.

Auch das Hinweisschild wurde gegen ein neues, größeres ausgetauscht. © Jürgen Wolter

Die Radaranlage hat 2019 insgesamt 12.882 Geschwindigkeitsverstöße aufgezeichnet. Wie der Kreis auf Anfrage mitteilte, waren darunter 12.010 Verstöße, die mit einem Verwarngeld geahndet wurden, 872 zogen Bußgelder nach sich. Etwa 95 Prozent aller Autofahrer hätten an dieser Stelle mit maximal 15 km/h über den vorgeschriebenen 50 km/h gelegen. Der Negativrekord habe bei mehr als 60 km/h Überschreitung gelegen, hieß es.

Der Kreis nimmt mit festinstallierten und mobilen Blitzern in allen zehn Städten jährlich etwa 1,3 Millionen Euro ein.

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