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Hunde verboten, Badegäste nicht? Ursula Ostrowski darf mit ihrem Hund nicht mehr ans Wasser des Silbersees III. Gleichzeitig baden regelmäßig Menschen am geschützten See. Der Regionalverband Ruhr klärt auf.

Sythen

, 03.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Es waren wohl rund 70 Personen, die sich am Sonntagnachmittag am Strand der Quarzwerke am Silbersee III zum Baden getummelt haben, erinnert sich Ursula Ostrowski. Dass der Hundebesitzerin und ihrer Deutschen Dogge zeitgleich aber der Zugang zum See verweigert wird, stößt bei der Halternerin auf Unverständnis. Am Sonntagnachmittag war Ursula Ostrowski wie jeden Tag zum Silbersee III unterwegs. „Alle Hundebesitzer wissen, dass man dort nur geduldet ist“, sagt sie. Dass ihr ein Ranger aber dann verbietet, dass ihr Hund bei den Temperaturen aus dem See trinkt, sei eine Unverschämtheit. „Alle mussten zurück, aber am Strand der Quarzwerke waren noch 70 Leute.“ Um den See laufen, das dürfe sie, aber ans oder ins Wasser gehen, das sei verboten, habe ihr der zuständige Ranger vom RVR-Eigenbetrieb Ruhr Grün vor Ort gesagt. „Jetzt ist es eine Verwarnung. Beim nächsten Mal kostet es 50 Euro“, habe der Ranger zu Ostrowski gesagt.

Volle Windeln und Shisa-rauchende Teenager

„Wir müssen darunter leiden, dass die Auswärtigen aus dem Ruhrgebiet ihren ganzen Müll da lassen, obwohl wir alles vom Hund wegmachen“, sagt Ostrowski. Auch volle Windeln oder Shisa-rauchende Teenager habe sie schon am See gesehen. „Es ist für alles Platz da, aber nicht für einen See für die Hunde“, ärgert sich Ostrowski.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook sorgt der Silbersee III für Gesprächsstoff: Während die einen sich über den verbotenen Zugang zum Wasser ärgern, beschweren sich andere über den Müll und die Exkremente, die am See herumliegen. Und wiederum andere verteidigen das Badeverbot. Denn schließlich sei der See ein Biotop. „Der Silbersee III ist Landschaftsschutzgebiet“, lenkt Barbara Klask, Pressesprecherin vom Regionalverband Ruhr ein. „Da dürfen weder Tiere noch Menschen baden.“ Am Sonntag seien dann wegen des heißen Wetters viele vom überlaufenen Silbersee II auf den Silbersee III ausgewichen. Aber: „Hier ist das Baden verboten.“ Deshalb seien die Ranger vor Ort gewesen, um darauf aufmerksam zu machen. „Generell sollten die Leute auch nur da schwimmen, wo auch eine DLRG ist.“ 14.000 Hektar umfassen die Waldflächen, auf denen die RVR-Ranger nach dem Rechten schauen und bestimmte „Brennpunkte“ wie den Silbersee III im Auge behalten.

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