Landwirt Hermann Koch fand auf seinem Feld Teile einer gesprengten Waschmaschine. © Jürgen Wolter
Waschmaschine gesprengt

Waschmaschine neben Bahngleisen auf Halterner Feld gesprengt

Die Einzelteile liegen über fast 50 Meter verteilt auf einem Halterner Feld: Am Wochenende wurde hier eine Waschmaschine offenbar in die Luft gesprengt.

Als Landwirt Hermann Koch am Sonntagmittag gegen 14 Uhr zu seinem

Feld am Ikenkamp direkt neben der Bahnlinie fuhr, traute er seinen Augen nicht: Im Radius von knapp 50 Metern verteilt lagen hier Teile einer Waschmaschine, die offensichtlich in die Luft gesprengt worden ist.

„Ich hatte einen Anruf erhalten, dass ich mir mein Feld mal ansehen sollte“, so Koch am Montagvormittag beim Termin vor Ort. „Sowas habe ich auch noch nicht gesehen“, sagt er kopfschüttelnd. „Da fragt man sich doch, was das wohl soll.“

Teile über fast 50 Meter verteilt

Auf dem Feld, unweit der Straße liegt das zerfetzte Gehäuse der Waschmaschine, das deutlich verformt ist. Dass es sich tatsächlich um eine Waschmaschine handelt, wird schnell klar. Im Umkreis finden sich Trommel und Pumpe sowie ein Bedienteil, mit dem die einzelnen Waschprogramme gewählt werden konnten. Es trägt die Aufschrift „Schaum aktiv“. So heißt beispielsweise eine Waschmaschinenserie der Firma Samsung. Insgesamt sieht es auf dem Abschnitt von Herrmann Kochs Feld wie auf einem Trümmerfeld aus.

Trommel und Bedienteil liegen am Rand des Feldes.
Trommel und Bedienteil liegen am Rand des Feldes. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Am Montagvormittag informierte der Landwirt telefonisch die Polizei. „Sie hätten sich das schon angesehen, lautete die Auskunft“ so Koch. „Wenn es sich um einen Tresor gehandelt hätte, hätte die Spurensicherung eingeschaltet werden müssen“, sagten die Beamten. Da dies aber offensichtlich nicht der Fall ist, obliegt ihm jetzt die Entsorgung der Teile.

Dass die Polizei bereits am Sonntag vor Ort gewesen ist, bestätigt auch Sprecherin Ramona Hörst. Der Bericht werde an die Kripo weitergeleitet. „Da wird dann entschieden, ob weitere Ermittlungen eingeleitet werden.“

„Sollte hier Sprengstoff getestet werden?“

„Das ist gar nicht so einfach, weil da zum Teil winzig kleine Trümmerteile herumliegen“, so Herrmann Koch, der sich außerdem fragt: „Wer macht sowas? Handelt es sich nur um einen dummen und nicht ungefährlichen Streich oder steckt mehr dahinter?“

„Man könnte ja auch vermuten, dass hier Sprengstoff getestet werden sollte, der dann später vielleicht auch zum Sprengen von Tresoren verwendet werden soll. Das würde vielleicht einen Sinn ergeben. Das muss ja eine ordentliche Sprengkraft gewesen sein, wenn die Teile so weit geflogen sind“, findet Herrmann Koch.

Waschmaschinensprengungen sind allerdings auch auf Videokanälen in Internet zu finden. Nicht ganz auszuschließen ist, dass sich die Täter mit dieser Sprengung online verewigen wollen.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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