Wasser aus Haltern nicht mehr mit Chlor desinfiziert

Keine Befunde festzustellen

Gute Nachricht aus dem Wasserwerk Haltern: Die Gelsenwasser AG hat am Donnerstag in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt Recklinghausen die Desinfektion des Trinkwassers mit Chlorbleichlauge im Wasserwerk eingestellt. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

HALTERN

02.06.2016, 15:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Trinkwasser der Gelsenwasser AG hat eine Spitzenqualität.Bei einer Analyse wurden jetzt coliforme Bakterien entdeckt. Das Trinkwasser wird deshalb mit Chlordioxid behandelt.

Das Trinkwasser der Gelsenwasser AG hat eine Spitzenqualität.Bei einer Analyse wurden jetzt coliforme Bakterien entdeckt. Das Trinkwasser wird deshalb mit Chlordioxid behandelt.

Seit Mittwoch (25. Mai) war, wie berichtet, das Trinkwasser desinfiziert worden, weil Analysen einen Befund mit coliformen Bakterien (Lelliottia) ergeben hatten. Fäkalbakterien konnten allerdings schon frühzeitig ausgeschlossen werden.

Alle Probeergebnisse am Ausgang des Wasserwerks sind seit Inbetriebnahme der Chlorung ohne Befund gewesen. Dies gilt gleichermaßen für die Proben der vergangenen Tage im Wasserwerk vor der Desinfektion.

Chlorgeruch weicht

Das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern ist laut Gelsenwasser einwandfrei und kann für alle Anwendungen im Haushalt genutzt werden, auch zur Lebensmittel-Zubereitung.

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Möglicherweise ist der Chlor-Zusatz für empfindliche Personen noch für kurze Zeit geruchlich wahrnehmbar. Es dauert etwas, bevor das mit Chlor behandelte Wasser ganz aus dem Rohrnetz entnommen ist. Im Wasserwerk Haltern sind 232 Brunnen in der Trinkwassergewinnung installiert.

Als Ursache für einen möglichen Eintrag der Bakterien haben die bisherigen Untersuchungen zwei Brunnenreihen mit insgesamt 43 Brunnen identifiziert, die bereits seit 25. Mai 2016 außer Betrieb sind. 

Weitere Untersuchungen

Durch Einzel-Beprobungen konnte die Zahl der Brunnen, die im Verdacht für einen Eintrag von Bakterien stehen, eingegrenzt werden. Etwa ein halbes Dutzend kommt als Bakterienquelle noch in Betracht. Diese Brunnen werden nun weiter untersucht, um die Ursache für das Auftreten der coliformen Bakterien zu ermitteln. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, wie Werksleiter Magnus Meckelburg unserer Redaktion bereits gestern im Interview erläutert hatte.

Diese Städte und Gemeinden sind betroffen 
Die Gelsenwasser AG versorgt mit dem Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern unter anderem Haltern am See, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Marl, Oer-Erkenschwick, Waltrop, Herten, Castrop-Rauxel (dort sind nur die Stadtteile Becklem, Henrichenburg, Pöppinghausen, Habinghorst, Ickern und Bladenhorst betroffen), Datteln, Selm, Olfen, Nordkirchen (westlich der Weischerstraße inklusive Gewerbegebiet Aspastraße), Lüdinghausen, Senden, Altenberge und Havixbeck.

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