Wegen Corona: Keine Gottesdienste, Taufen und Firmungen bis zum 1. Mai

hzKatholische Kirche

Die Pfarrei geht in die Verlängerung: Bis zum 1. Mai fallen alle Gottesdienste und damit auch alle Feste aus. Beerdigungen bleiben klein. Pfarrer Michael Ostholthoff sagt, wie das ankommt.

Haltern

, 06.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon das Osterfest können die Halterner Katholiken nicht als Gemeinschaft feiern, jetzt gehen die Einschränkungen noch weiter. Das Bistum hat die Mitteilung nach Haltern geschickt, dass es bis zum 1. Mai keine Gottesdienste in den Kirchen geben wird.

Auch Erstkommunionfeiern, Firmungen, Taufen, Trauungen und Ehejubiläen sowie sonstige Feste und Veranstaltungen müssen in Haltern wie in allen Gemeinden des Bistums verschoben werden.

  • Pastoralreferentin Mechthild Heimann, zuständig für die Koordination der Erstkommunionfeiern, sagt: „Wir wissen noch nicht, ob die Erstkommuniongottesdienste wie geplant stattfinden können, weil im Moment niemand weiß, wie die Lage im Mai sein wird und welche Verhaltensregeln dann gelten.“ Wenn die Feiern tatsächlich abgesagt werden müssten, wolle die Pfarrei versuchen, sie auf jeden Fall noch in diesem Schuljahr stattfinden zu lassen.
  • Bei Trauerfeiern, die im Freien stattfinden sollen, sind weiterhin nur höchstens 20 Personen zugelassen - immer unter Beachtung der nötigen Hygienevorschriften. Bei den Beerdigungen gibt es großes Verständnis seitens der Trauernden, erklärt Pfarrer Michael Ostholthoff. Die Pfarrei bietet allen Familien die Möglichkeit, zu Seelenämtern auch nach den Bestattungen einzuladen - sobald Hl. Messen wieder zugelassen sind. Zu den Erfahrungen sagt Pfarrer Ostholthoff: „Für die Trauernden erlebe ich diese Situation als durchaus zwiespältig. Einerseits weiß man um viele Menschen, die vom Verstorbenen gerne Abschied genommen hätten und denen dies nun nicht möglich ist. Die Trauerfeier in kleiner Gemeinde kann aber auch von den Hinterbliebenen Druck nehmen und ermöglicht einen sehr persönlichen, intimen Abschied. Da wird die Erfahrung der Menschen ganz individuell wie unterschiedlich sein.“
  • Beibehalten wird bis mindestens 1. Mai auch das tägliche Glockenläuten aller Kirchenglocken im Bistum um 19.30 Uhr als Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft.
  • Ab sofort starten die Exerzitien im Alltag. Hunderte Gemeindemitglieder erhalten täglich einen geistlichen Impuls per Mail.
  • Die Kirchen bleiben zum persönlichen Gebet geöffnet.
  • Die Pfarrheime bleiben weiterhin geschlossen. Der Kirchenvorstand wird per E-Mail-Konferenz abgehalten, der Pfarreiratssitzungen fallen aus.
  • Ebenso soll die Seelsorge – im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten – aufrecht erhalten werden. Über besondere Angebote in dieser Zeit informiert die Homepage der Pfarrei (https://www.st-sixtus.de)

Pfarrer Michael Ostholthoff ist voller Hoffnung, dass sich die Möglichkeiten der Pfarrei in den nächsten Wochen wieder ausweiten werden. „Für mich ist wichtig, dass wir unser Vorgehen mit der Kommunalpolitik und den Behörden eng abstimmen. Alleingänge verbieten sich. Wir sind bei den Menschen, versuchen ihnen Worte der Hoffnung zuzusprechen und stärken Aktionen der Solidarität und der Hilfe füreinander.“

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