Wegen Corona: Zehn Halterner Ferienfreizeiten fallen ins Wasser

hzHolytainment St. Sixtus

Die Nachricht hört sich für die Kinder und Jugendlichen nicht gut an: Die Corona-Pandemie zwingt das Halterner Ferienwerk Holytainment, alle Ferienlager in diesem Sommer abzusagen.

18.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Holytainment-Vorstand um Patrick Dülge hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob die zehn geplanten Freizeiten in den Sommerferien tatsächlich sinnvoll und verantwortbar sind. Die Antwort ist deutlich und nachvollziehbar.

„Auch wenn weitere Lockerungen in Kraft treten, werden die strengen Hygiene-, Kontakt- und Abstandsregeln auch weiterhin in den Sommermonaten gelten. Damit ist unserer Ansicht nach die Durchführung der Ferienfreizeiten in einer Form, wie wir sie kennen und wie es den Charakter von Ferienfreizeiten ausmacht, unmöglich“, gibt Patrick Dülge die Meinung des Vorstandes wieder. Das beginne beim Transfer in den Bussen, gehe weiter mit den Räumlichkeiten vor Ort (Zimmer oder Zelte), dem originären Lagerleben, das von Nähe lebe, bis hin zum Ernstfall, wenn in einer Freizeit der erste positive Coronafall auftrete.

Jetzt gilt es, die Interessen aller zu berücksichtigen

Patrick Dülge sagt deutlich: „Eine Durchführung der Ferienfreizeiten unter diesen Bedingungen kann weder der Holytainment-Vorstand verantworten, noch können wir es unseren ehrenamtlichen Jugendleitern zumuten. Und schon gar nicht Ihren Kindern!“ Deshalb haben sich die Verantwortlichen schweren Herzens für die Absage aller Holytainment-Ferienfreizeiten entschieden. Als ehemaliger Ferienfreizeitleiter falle gerade ihm diese Entscheidung besonders schwer, in dem Wissen, dass das Ferienlager für viele Kinder, Jugendliche und Betreuer ein Höhepunkt im Jahr sei.

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Derzeit steht Holytainment, das Ferienwerk der Pfarrei St. Sixtus, im Kontakt mit allen Reiseveranstaltern bezüglich der finanziellen Regelung. Mit ihnen arbeitet das Ferienwerk größtenteils seit Jahren gut zusammen. „Auch sie müssen gerade um ihre Existenz kämpfen“, betont Patrick Dülge.

Gruppenleiter überlegen ein alternatives Ferien-Angebot

Es geht ebenso darum, sowohl für die Eltern eine gute Lösung zu finden als auch für den Verein. Holytainment wünscht sich ein gutes Einvernehmen: „Wir möchten schließlich zukünftig wieder Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt anbieten.“

Die Leiterrunden in den Gemeinden wollen nun erst einmal überlegen, in welcher Form sie für die Sommerferien ein alternatives Unternehmungs- und Betreuungsangebot organisieren können.

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