Wegen Kinderpornografie-Vorwürfen: Christoph Metzelder lässt Stiftungs-Ämter ruhen

Christoph Metzelder

Nach und nach lässt Christoph Metzelder seine Ämter ruhen. Wie nun bekannt wurde, hat sich der Ex-Fußball-Nationalspieler auch aus dem Vorstand seiner eigenen Stiftung vorerst zurückgezogen.

Dortmund, Schwerte, Haltern

, 08.09.2019, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen Kinderpornografie-Vorwürfen: Christoph Metzelder lässt Stiftungs-Ämter ruhen

Gegen Ex-Nationalspieler stehen schwere Vorwürfe im Raum. © dpa

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt seit Mitte August gegen Ex-Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder. Der Vorwurf: Der 38-Jährige soll kinderpornografische Fotos an eine Hamburgerin verschickt haben. Seither hat Metzelder sich aus seiner PR-Agentur BrinkertMetzelder zurückgezogen, seine Ämter beim TuS Haltern und seinen DFB-Lehrgang für seinen Trainerschein auf Eis gelegt. Nun hat er offenbar auch seine Ämter bei der Christoph-Metzelder-Stiftung vorerst niedergelegt.

Arbeit bei Christoph-Metzelder-Stiftung auf Eis

„Christoph Metzelder wird seine Ämter bei der Stiftung bis zur finalen Aufklärung des Ermittlungsverfahrens ruhen lassen“, steht auf der Internetseite der Stiftung. Mit Blick auf das laufende Verfahren werde die Stiftung keine weiteren Stellungnahmen abgeben. Zuvor hatte sich die Seite der Stiftung tagelang im Wartungsmodus befunden.

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Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, war am Freitag ein in Dortmund und Schwerte bekannter Theologe aus dem Kuratorium der Metzelder-Stiftung ausgetreten: Dr. Peter Schallenberg.

Der Paderborner Professor begründete seinen Rücktritt gegenüber der dpa so: Er tue das zum einen wegen „der Schwere der Vorwürfe“ und zum anderen „wegen des mir unbegreiflichen Schweigens sowohl des Christoph Metzelder wie auch der Stiftung“. Das sei, aus seiner Sicht, „angesichts der Schwere der Anschuldigung ebenso unbegreiflich wie unangemessen“.

Stiftung gibt keine weitere Stellungnahme ab

Schallenberg betont gegenüber der dpa aber auch: „Dieser Rücktritt vom Kuratorium gilt im Rechtsstaat selbstverständlich unbeschadet der Unschuldsvermutung bis zum Beweis der Schuld.“

Schallenberg war von 1991 bis 1995 als Vikar in Schwerte tätig. 1997 wurde er als Direktor des Sozialinstitut Kommende Dortmund berufen und war währenddessen Subsidiar in der St.-Ewaldi-Gemeinde im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck.

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