Wegen Öffnung: Stadt Haltern spricht am Montag mit den Gastronomen

Coronavirus

Die Spielplätze sind wieder geöffnet, die Gastronomen sollen wieder öffnen können. Und wie kontrolliert die Stadt die Maskenpflicht? Halterns Bürgermeister erklärt die Sicht der Stadt.

Haltern

09.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Meine Wahrnehmung ist – und das bestätigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – dass es nur wenige offenbar unbelehrbare Menschen gibt, die keine Maske tragen“, sagt Bürgermeister Bodo Klimpel zur Maskenpflicht in Haltern am See.

„Meine Wahrnehmung ist – und das bestätigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – dass es nur wenige offenbar unbelehrbare Menschen gibt, die keine Maske tragen“, sagt Bürgermeister Bodo Klimpel zur Maskenpflicht in Haltern am See. © Benjamin Glöckner

Jubel bei den Halterner Kindern: Die Spielplätze sind seit Donnerstag wieder geöffnet. Bürgermeister Bodo Klimpel erinnert allerdings daran, auch hier Abstand zu halten und appelliert an die Eltern.

Wie klappt es mit der Öffnung der Spielplätze?

Die ersten Eindrücke seit Donnerstag sind gut und in Ordnung. Ich meine, dass es wichtig ist, dass Kinder sich wieder mehr bewegen und spielen können. Genauso wichtig ist es natürlich auch, so weit es geht, den Abstand zu Fremden einzuhalten. Hier appelliere ich auch an die Eltern, diesen Punkt zu beachten. Und wenn es mal richtig voll ist auf einem Spielplatz, dann sollten die Nutzer warten, bis es wieder leerer ist oder einen anderen Platz aufsuchen. Denn wir sollten nach wie vor präsent haben, dass wir die Verbreitung des Virus vermeiden müssen.

Warum sagen Sie schon jetzt das Heimatfest ab?

Wir haben ausführlich diesen Punkt besprochen, weil natürlich nun die Zeit gekommen ist, Verträge abzuschließen. Deshalb musste jetzt die Entscheidung getroffen werden. Aktuell gilt zwar noch die Regel, dass Großveranstaltungen zumindest bis Ende August verboten sind. Niemand von uns kann aber heute absehen, ob und wann dieses Verbot verlängert wird. Und eines ist sicherlich auch klar: Bei solch einer Ansammlung von Menschen sind die Abstands- und Hygieneregeln natürlich nicht einzuhalten, deshalb konnten wir nur im Sinne des Gesundheitsschutzes so entscheiden. Ich glaube, dass uns das Thema Abstand halten noch lange Zeit erhalten bleiben wird.

Wie kontrollieren Sie die Maskenpflicht?

Zunächst einmal ist wohl jedem bekannt, dass die Mund- und Nasenbedeckung in den Geschäften, auf dem Markt, im öffentlichen Personennahverkehr und ebenso beispielsweise in Gesundheitseinrichtungen gilt. Jedem dürfte klar sein, dass weder unser Ordnungsamt noch die Polizei stets und überall kontrollieren können. Es werden natürlich immer wieder Stichproben gemacht, wir sind auch gern beratend zur Stelle. Meine Wahrnehmung ist – und das bestätigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – dass es nur wenige offenbar unbelehrbare Menschen gibt, die keine Maske tragen. Wer so zum Beispiel ein Geschäft betritt, kann vom Betreiber, der das Hausrecht hat, verwiesen werden. Dazu ermuntere ich die Inhaber auch ausdrücklich, denn wir alle sind verpflichtet, so gut es geht uns gegenseitig zu schützen.

Unter welchen Voraussetzungen dürfen unsere Gastronomiebetriebe ab Montag, 11. Mai, wieder öffnen?

Darauf haben unsere Gastronomen wirklich gewartet, die natürlich sehr froh sind, wieder starten zu können. Derzeit liegt die entsprechende Rechtsverordnung des Landes noch nicht vor. Denn noch ist nicht klar, welche Regeln konkret im Einzelfall einzuhalten sind. Wir rechnen jetzt am Wochenende damit und werden uns deshalb am Montagmorgen mit den Vertretern der örtlichen Gastronomen zusammensetzen, um möglichst einheitliche Regelungen abzusprechen.

Wie stehen Sie dazu, die Kommunalwahl wegen der unklaren Corona-Lage am 13. September in Frage zu stellen?

Grundsätzlich halte ich an meinem alten Grundsatz fest, dass ich es nicht kommentiere, gegen wen und wann ich bei der Wahl antrete. Ebenso wenig äußere ich mich über konkreten Modalitäten. Denn das sind Themen, die ich nicht beeinflussen kann und will. Ich bin sicher, dass im Land NRW eine gute Entscheidung darüber getroffen wird, ob und in welcher Form die Kommunalwahlen durchgeführt werden können. Eines kann ich deutlich sagen: Stand heute gehe ich davon aus, dass die Wahlen stattfinden werden. Und solange es keine anderen Informationen gibt, wird unsere Verwaltung die Vorbereitungen in gewohnter Sorgfalt für den 13. September fortsetzen.

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