Welche Erkenntnisse die Fachleute aus der Passantenzählung in Haltern ziehen

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Erneut waren Mitarbeiter des Gutachterausschusses für den Kreis Recklinghausen in der Innenstadt unterwegs. Sie zählten, wie viele Menschen durch die Straßen liefen. Das sind die Gründe.

Haltern

, 10.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zählung von Passanten, die in der Halterner Innenstadt unterwegs sind, ist ein Teil des Projektes zur Neuberechnung von Bodenrichtwerten und für den Grundstücksmarktbericht. Die Mietübersicht über Laden- und Geschäftsmieten stammt noch aus dem Jahr 2009 und soll demnächst aktualisiert werden.

Für die Zählung wurden zwei Termine ausgewählt: ein Markttag Ende September und ein Dezembertag mit Nikolausmarkt. Das geschah auf Wunsch der Halterner Werbegemeinschaft, die ebenso wie die Wirtschaftsförderung der Stadt die Befragung unterstützt.

Welche Erkenntnisse die Fachleute aus der Passantenzählung in Haltern ziehen

Die Grafik zeigt, wie viele Passanten an den beiden Zähltagen erfasst wurden. © Grafik Dittgen

Mitarbeiter des Gutachterausschusses und Auszubildende des Fachdienstes Kataster und Geoinformation positionierten sich zum zweiten Mal nach September am vergangenen Donnerstag in der Innenstadt zwischen Rekumer Passage und Lippstraße. Mit Handy oder per Strichliste wurden die vorbeilaufenden Fußgänger, aber auch Radfahrer, gezählt. Das System ist standardisiert und wird unter anderem auch von der IHK angewandt. Ein weiterer Baustein der Untersuchung war eine Fragebogen-Aktion, die an Ladeninhaber und Immobilienbesitzer in der Innenstadt verteilt wurden. „Wir haben über 60 Prozent der Fragebögen bereits zurück“, sagt Christoph Warmbrunn vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Recklinghausen. Das sei schon eine gute Grundlage für eine vernünftige Analyse.

Mit Handy oder Strichliste wurden Passanten gezählt

Wie Christoph Warmbrunn einige Tage später berichtet, habe die Auswertung des vergangenen Donnerstags (5. Dezember) ein interessantes Ergebnis erbracht. Gezählt wurde von 17 bis 18 Uhr, und etwa ab 17.30 Uhr habe sich „eine Umkehr der Passantenströme“ gezeigt, so Warmbrunn. „Die Halterner wollten offenbar pünktlich zum Abendessen zu Hause sein.“ Die Spitze habe sich, wie auch im September, an der Rekumer Straße gezeigt. Zudem seien die Zählergebnisse extrem vom Wetter abhängig, am Donnerstag (5.) sei es mit 3 Grad sehr kalt gewesen.

Absolute Zahlen für Gutachterausschuss nicht so relevant

Für den Gutachterausschuss seien die absoluten Zahlen jedoch gar nicht so relevant, es ginge eher um Lageunterschiede, Brüche im Zulauf, erklärt Christoph Warmbrunn.

Einfließen werden die Ergebnisse der Fragebogen-Auswertung und der Passantenströme in den Grundstücksmarktbericht. Ende Februar sei die Bodenrichtwertsitzung, danach habe man eine aktualisierte Übersicht der Ladenmieten.

Warmbrunn erwartet jedoch keine gestiegenen Zahlen. „Die Erfahrung aus den anderen Städten zeigt, dass die Mieten eher stagnieren.“ In Waltrop, Datteln und Castrop-Rauxel sei das so gewesen.

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