Meinung

Wettbewerb soll den „Wender“ bringen – es wäre ein perfekter Doppelsieg

Von der Teilnahme an einem Wettbewerb erhofft sich die Stadt eine Lösung der Verkehrssituation an der Recklinghäuser Straße. Gewinnt sie das Rennen, fährt sie zugleich einen Doppelsieg ein.
Die unübersichtliche Kreuzung an der Glashütte ist nur ein Problem an der Recklinghäuser Straße. © Kevin Kindel

Der neuralgische Verkehrsknotenpunkt auf der Recklinghäuser Straße Höhe Glashütte fordert Autofahrern ein hohes Maß an Geduld ab. Hier stehen sie oft im Stau. Die Verkehrssituation ist beengt und nicht zuletzt sind Radfahrer an dieser unübersichtlichen Kreuzung der Landesstraße 551 und weiter bis Hamm-Bossendorf und Ecksteins Hof einer hohen Gefahr ausgesetzt. Durch die Inbetriebnahme des Park&Ride-Parkplatzes am Bahnhof und mit der endgültigen Sperrung des ursprünglichen Parkplatzes an der Annabergstraße potenziert sich das Problem. Mehr Tempo ist erwünscht – an der Recklinghäuser Straße muss schnell eine Lösung her.

Nun hat sich das Verhältnis der Stadt zum verantwortlichen Baulastträger, dem Landesbetrieb Straßen.NRW, zwar nach einem Leitungswechsel in Bochum gebessert. Wie zielführend das ist, vermag aber niemand zu sagen. So oder so – mit Straßen.NRW verginge selbst bei positivem Bescheid mindestens noch ein Jahrzehnt, bis Straßenbauarbeiter an der L 551 endlich tätig werden.

Wenn nun die Stadt eine Chance für eine schnellere Zieleinfahrt wittert, sollte sie kräftig aufs Gaspedal treten. Mit dem Förderwettbewerb „Leuchttürme des Radverkehrs“ des Bundesamts für Güterverkehr, so Haltern ihn denn gewinnen würde, wäre außerdem nicht nur das Teilprojekt Wender gelöst. Das BAG will die Radwegeplanung einbezogen wissen, damit ist sogar eine Komplettlösung in Sicht. Besser ginge es wirklich nicht mehr.

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