Philipp Hillebrand hat die Fotografie zu seinem Hobby gemacht. © Jürgen Wolter
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Wie ein Profi: 13-jähriger Halterner „schießt“ ungewöhnliche Fotos

Eine Gerbera im roten Licht, ein Apfel, auf den Wassertropfen fallen oder Halterner Stadtansichten bei Nacht: Philipp Hillebrand ist 13 und fotografiert außergewöhnliche Motive.

Seine Mutter Annette muss immer wieder mal als seine Assistentin fungieren: Wenn Philipp Hillebrand seine Fotomotive entwickelt, dann muss sie einen Apfel halten, ihn mit einer Taschenlampe beleuchten und auch noch Wasser darüber träufeln. Der 13-Jährige hat schon eine ganze Reihe ungewöhnlicher Fotomotive gestaltet.

2019 war Philipp Hillebrand (heute 13 Jahre alt) mit seiner Familie im Urlaub in den USA unterwegs. Immer wieder zückte er sein Handy und fotografierte zum Teil aus dem fahrenden Auto vorbeiziehende Landschaften. Das machte ihm so viel Spaß, dass ihn die Fotografie seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Wieder zu Hause zog er oft mit einem Freund durch die benachbarten Wälder und suchte sich neue Motive. Blumen, Blätter, Bäume: In der Natur fand Philipp immer wieder Anregungen für seine Bilder.

Fotos mit Apps bearbeitet

Von Anfang an beschränkte er sich aber nicht aufs reine Ablichten, sondern versuchte, ungewöhnliche Perspektiven zu finden. „Danach habe ich die Fotos auf dem Handy mit Apps und Fotoprogrammen bearbeitet und neu gestaltet“, sagt er.

Schon da sind ungewöhnliche Belichtungen und Farbgestaltungen entstanden. Seit Philipp sich 2020 zu Weihnachten eine neue Kamera gewünscht hat, hat er sein Hobby noch weiter intensiviert.

Philipp Hillebrand kommt seinen Motiven oft ganz nah.
Einen Apfel beleuchtet mit einer Taschenlampe unter einem Wasserstrahl fotografierte Philipp Hillebrand. © Philipp Hillebrand © Philipp Hillebrand

„Dabei spielte auch eine Rolle, dass wir wegen Corona oft nicht in der Schule waren und nachmittags Zeit war, an neuen Ideen zu arbeiten“, sagt Philipp, der das Joseph-König-Gymnasium besucht. „Außerdem konnte man sich ja nicht mit seinen Freunden treffen.“

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13-jähriger Halterner „schießt“ ungewöhnliche Fotos

Motive im Haushalt, im Garten und in der Natur

Anregungen holt sich Philipp auch im Internet, dort hat er auch Online-Schulungen mitgemacht und sich weitergebildet. „Ich experimentiere gern mit Belichtungszeiten und Einstellungen“, sagt er. Seine Motive findet er sowohl im eigenen Haushalt als auch im Garten und in der umliegenden Natur. Eine Gerbera im lilaroten Lichtfokus hat er fotografiert, Pflanzenstrukturen im eigenen Garten oder auch die Autos auf der nahe gelegenen A43-Brücke mit Langzeitbelichtung. „Auch in der Halterner Innenstadt war ich mal im Dunkeln unterwegs“, berichtet er.

Aus verregneten Blättern im Garten werden grafische Strukturen.
Aus verregneten Blättern im Garten werden grafische Strukturen. © Philipp Hillebrand © Philipp Hillebrand

Neuerdings schneidet Philipp seine Fotos auch zu kleinen Videos zusammen, die er mit Musik unterlegt. Ob die Fotografie auch einmal eine berufliche Perspektive für ihn werden könnte, weiß Philipp noch nicht. Er besucht den bilingualen Zweig im Gymnasium, ist außerdem im Sport unterwegs mit Fußball beim TuS Haltern und Badminton beim ATV. „Aber kreativ was machen und Ideen umsetzen, das möchte ich auf jeden Fall weiter verfolgen“, sagt er. Dafür stehen ein neuer Laptop und ein Makro-Objektiv ganz oben auf seiner Wunschliste.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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