Meinung

Wie groß ist das Vertrauen der CDU in die Stadtwerke Haltern?

Die Stadtwerke Haltern haben für die neue Wohnsiedlung Zum Nesberg ein Konzept für die Energieversorgung erarbeitet. Die CDU hat nun eine Nachprüfung durchgesetzt. Ein Kommentar.
Baugebiet Zum Nesberg in Haltern
Das Baugebiet Zum Nesberg sorgt immer wieder für Diskussionsstoff. © Benjamin Glöckner

Das ist schon bemerkenswert. Mit ihrem Antrag, ein Gutachten für eine alternative Energieversorgung zur kalten Nahwärme im Baugebiet Zum Nesberg einzuholen, verdeutlicht die CDU-Fraktion ihre Zweifel an der fachlichen Expertise der Stadtwerke Haltern. Auch der Dank für die gute Arbeit in Richtung des Unternehmens, den der CDU-Fraktionsvorsitzende Hendrik Griesbach im Rat äußerte, kann darüber nicht hinwegtäuschen.

Es zeugt jedenfalls nicht von Vertrauen in die Ausarbeitung der Stadtwerke, wenn davon die Rede ist, dass man „nicht ohne fachliche Grundlage zustimmen“ beziehungsweise eine Bewertung darüber vornehmen wolle, „was ökonomisch und ökologisch Sinn macht“. Eigentlich, so ist doch anzunehmen, haben die Stadtwerke als städtisches Tochterunternehmen diese Abwägung mit professionellem Sachverstand getroffen.

Der technische Geschäftsführer Dr. Bernhard Klocke hat unter anderem erklärt, dass sich ein kaltes Nahwärmenetz als Alternative zum Brennstoff Gas wirtschaftlich darstellen lasse, während andere Varianten dafür nicht infrage kommen. Es wirkt fast so, als wolle man den Stadtwerken nicht allein das Feld bei der Energieversorgung und der Schaffung ihrer technischen Voraussetzungen im Nesberg überlassen.

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