Wieder zu wenig Regen - mit Folgen für die Landwirte in Haltern

hzWieder Trockenheit

Der Mais auf den Feldern sieht mickrig aus: Es regnet im Frühjahr 2020 schon wieder zu wenig. Und die Folgen könnten auch für Haltern gravierend sein.

Haltern

, 29.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich müsste der Mais auf den Feldern schon viel weiter sein: Die zarten Pflänzchen sind gerade mal 10 bis 20 Zentimeter groß - und stehen im Staub. Ihnen fehlt dringend Regen, und der ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht.

„Ab jetzt wird es schwierig“, sagt Friedrich Steinmann, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen. „Der Regen hatte gerade ausgereicht, um den Mais zum Keimen zu bringen, aber jetzt fehlt ihm Feuchtigkeit, um die Nährstoffe des Bodens in die Pflanze zu transportieren. Die Pflanzen wachsen nicht und werden dann auch keine Erträge bringen.“

Insbesondere für Betriebe, die den Mais an ihre Rinder verfüttern, könnte es eng werden, befürchtet Steinmann. „Das könnte dazu führen, dass Bestandsreduzierungen bei den Rindern vorgenommen werden müssen - mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen.“

Insgesamt sind in Deutschland im April durchschnittlich 17 Liter Niederschlag auf einen Quadratmeter Fläche gefallen. Im vieljährigen Mittel waren es 58 Liter. „Die Verteilung war nach Regionen sehr unterschiedlich“, sagt Friedrich Steinmann. „Im Norden und auch im Süden hat es deutlich mehr geregnet als hier. Wir steuern bereits im dritten Jahr in Folge auf eine Trockenperiode zu.“

Er hoffe nicht, so Friedrich Steinmann, „dass wir uns in einer biblischen Trockenheit von sieben Dürrejahren befinden. Aber insgesamt ist die Entwicklung sehr beunruhigend“.

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