Viele Fotos und Video - Wikinger und Kreuzritter eroberten den Silbersee II

hzVierte Serenade

Wikinger und Kreuzritter aus ganz Deutschland reisten zum Silbersee II, um bei der vierten Serenade in Haltern auf Zeitreise zu gehen. Dabei blieben sie natürlich nicht nur friedlich.

Sythen

, 06.10.2019, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schwerter blitzen in der Sonne und die Schilde knallen gegeneinander: Manchmal ging es kriegerisch zu bei der vierten Seerenade. Da kämpfen Wikinger gegen Kreuzritter und einige andere abenteuerliche Gesellen: Beim Wikingerlager am Silbersee II nahmen es nicht alle mit der Stilechtheit so ganz genau.

Vier Tage lang lagerten rund 40 Gruppen, Clans und Stämme am Strand des Sees, von Donnerstag bis Sonntag, einige blieben sogar noch einen Tag länger. So gut wie am Samstag meinte es das Wetter aber nicht immer mit den Gruppen in ihren Zelten. Vor allem am Freitag verlangte der Regen den Akteuren Durchhaltevermögen ab.

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Eindrücke vom Wikingerlager am Silbersee II

Einladung zur Zeitreise: 40 Gruppen aus ganz Deutschland stellten am Silbersee II ihr Lager auf. Wikinger und Kreuzritter verbrachten mit ihren Familien vier Tage wie in alten Zeiten.
06.10.2019
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Mit dem Horn wurde zu den Veranstaltungen der Seerenade gerufen.© Jürgen Wolter
Am Kampfplatz versammelten sich die Krieger© Jürgen Wolter
Am Kampfplatz versammelten sich die Krieger© Jürgen Wolter
Am Kampfplatz versammelten sich die Krieger© Jürgen Wolter
Die Kämpfer schenkten sich nichts beim Schwertkampf© Jürgen Wolter
Die Kämpfer schenkten sich nichts beim Schwertkampf© Jürgen Wolter
Die Kämpfer schenkten sich nichts beim Schwertkampf© Jürgen Wolter
Die Kämpfer schenkten sich nichts beim Schwertkampf© Jürgen Wolter
Mit Drohgebärden ging es zum Angriff.© Jürgen Wolter
Mit Drohgebärden ging es zum Angriff.© Jürgen Wolter
Liliana fertigte Stickereien an.© Jürgen Wolter
Die "Pagani Normannia" waren aus Frankfurt angereist© Jürgen Wolter
Marlene schaute ihrer Tante Henrike Vette beim Nähen zu.© Jürgen Wolter
Viele Zuschauer verfolgten die Kämpfe.© Jürgen Wolter
Reges Treiben herrschte auch auf dem Markt.© Jürgen Wolter
Auch ein irischer Barde sorgte für Unterhaltung.© Jürgen Wolter
"Marcus Antonius" verblüfte die kleine Amy-Lynn mit seinen Zauberkunststücken© Jürgen Wolter

Stundenlanger Regen trübte schon etwas den Spaß am Lagerleben, aber abschrecken lassen sich echte Wikinger davon nicht. „Es ist keiner abgereist“, sagen die Mitglieder des „Hulser Tumulus“, des wilden Haufens aus Krefeld-Hüls. Ihr Rezept gegen Kälte und Nässe: „Felle und Naturstoffe, das hält wärmer als alle synthetische Thermokleidung.“

Gekocht wird über dem offenen Feuer, „Liliana“ hat noch eine Petroleumlampe mit ins Zelt genommen. Sie bestickt bunte Gewänder und bietet sie auf dem Markt zum Verkauf an. Bei der Seerenade ist die Siegenerin zum ersten Mal dabei. „Eigentlich besuchen wir sonst eher größere Lager“, sagt sie.

Es nehmen immer mehr Kämpfer an der Serenade teil

Regelmäßig kommt Henrike Vette zur Seerenade. „Das ist hier kontinuierlich gewachsen, jedes Jahr kommen mehr Gruppen, vor allem die Kämpfer sind mehr geworden“, sagt sie. Aus Lüdinghausen hat sie es nicht weit zum Silbersee. „Deshalb waren wir bisher jedes Mal dabei.“ Nichte Marlen gehörte zu den Besuchern und schaute ihrer Tante beim Nähen zu.

Video
Wikinger am Silbersee II

Jüngster Wikinger auf der Seerenade war ohne Zweifel Liam, gerade mal neun Wochen alt. „Er hat gestern seine Feuertaufe bestanden und war zum ersten Mal mit in der Taverne“, sagt Mutter Stefanie. Alkohol gab’s für den Kleinen zwar noch nicht, „aber die Männer haben schon mal auf den Nachwuchs-Wikinger mit Met angestoßen.“

Händler und Gaukler vervollständigten die Szenerie

Händler, Gaukler und Handwerker bevölkerten den Strand und den Parkplatz am Rand des Silbersees. Dort verzauberte „Marcus Antonius“ die kleine Amy-Lynn: Wo das Schmuckstück der Prinzessin geblieben war, das noch eben im Schmuckkästchen gelegen hatte, war auch für die Eltern ein großes Rätsel.

Aus ganz Deutschland reisen inzwischen die Gruppen zur Seerenade nach Haltern an. Dass das Wetter diesmal nicht ganz mitspielte, fanden die meisten gar nicht schlimm: „Dafür gibt es bei anderen Lagern nicht so einen tollen Strand“, fanden sie.

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