Bisher reicht der Wildschutzzaun am Bossendorfer Damm nur bis zur Abfahrt Recklinghäuser Straße. © Jürgen Wolter

Wildschutzzaun Bossendorfer Damm in Haltern: Entscheidung naht

Die CDU Flaesheim hat sich für die Verlängerung des Wildschutzzauns am Bossendorfer Damm eingesetzt. Straßen.NRW hat sehr lange für die Bearbeitung des Antrags gebraucht.

Jetzt soll es schnell gehen: Der Landesbetrieb Straßen.NRW will in Kürze den Antrag der CDU Flaesheim bearbeiten, die sich bereits im November 2020 für eine Verlängerung des Wildschutzzauns entlang des Bossendorfer Damms bis nach Flaesheim eingesetzt hatte.

Die Verzögerungen begründet eine Sprecherin von Straßen.NRW mit der Umstrukturierung des Betriebes. Im Zuge der Neugründung der Autobahn GmbH, die ab dem 1. Januar 2021 Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und Verwaltung der Autobahnen in Deutschland übernommen hat, waren auch beim Landesbetrieb die Betriebsstrukturen neu geordnet worden. Der Antrag werde aber jetzt bearbeitet, so die Sprecherin des Landesbetriebs.

Jagdpächter listete Unfälle auf

Zwischen der Anschlussstelle der A43 und der Abfahrt Recklinghäuser Straße hatte Straßen.NRW bereits im Frühjahr 2020 durch die Straßenmeisterei einen Wildschutzzaun errichten lassen. Die Flaesheimer CDU hatte die Weiterführung nach Flaesheim beantragt, weil Jäger nachweisen konnten, dass auch auf diesem Abschnitt häufig Wildunfälle passieren.

Ein Jagdpächter aus dem Gemeinschaftsjagdbezirk Flaesheim hatte die Zahl der Wildunfälle der letzten zwei Jahre auf diesem Abschnitt aufgelistet: Er führte an, dass im Jagdjahr 2019/20 „fünf Stück Schwarzwild, zwei Stück Rehwild und ein Stück Dammwild“ überfahren wurden. Im Jagdjahr 2020/21 seien es bis Herbst 2020 ein Reh, ein Wildschwein, ein Fuchs und ein Hase gewesen.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter