Wir für Sie: Wie die Redaktion Haltern Sie durch den Tag begleitet

Als Lokalredaktion sind wir Ihr Tagesbegleiter in Haltern und Umgebung, Ihr Kümmerer und Partner. Wie das funktioniert? Wir nehmen Sie einen Tag lang mit hinter die Kulissen.
Seit 2019 bin ich Redakteurin bei der Halterner Zeitung. Schauen Sie sich doch einmal an, wie unser Arbeitsalltag aussieht. © Ilka Bärwald

Herzlich Willkommen bei der Halterner Zeitung! Mein Name ist Ilka Bärwald, ich bin Redakteurin der Halterner Zeitung und möchte Sie hiermit einladen, einen Blick hinter die Kulissen der Lokalredaktion am Gantepoth 10 in Haltern zu werfen. Jeden Tag werden hier Artikel, Fotostrecken und Videos produziert. Newsletter und Mails geschrieben, Leserinnen und Lesern telefonisch, elektronisch oder persönlich mit ihren Anliegen weitergeholfen.

An erster Stelle: Bestandsaufnahme

Arbeitsbeginn ist um 9 Uhr. Zurzeit setzen sich die meisten Redakteurinnen und Redakteure an den Schreibtisch im Homeoffice, werfen Laptop und Bildschirme an, öffnen ihre Mails und andere Nachrichten, die sie über die verschiedenen Kommunikationskanäle erhalten.

WhatsApp- und Facebook-Gruppen, Mails und Instagram-Posts geben uns Hinweise auf Themen, die die Halterner Bürgerinnen und Bürger beschäftigten. Die Reporterinnen und Reporter gehen aber auch selbst aktiv auf die Suche nach spannenden Inhalten. Oftmals lassen sich Themen, die ganz Deutschland beschäftigen, ins Lokale „runterbrechen“.

Das kurze Treffen: Die Konferenz

Um 10 Uhr beginnt die Morgenkonferenz. Meine Kollegin Ingrid Wielens und ich wechseln uns zurzeit ab bei der Planung der Inhalte und der Leitung der Konferenz. Wegen der Corona-Pandemie treffen wir uns alle nicht persönlich, sondern digital per Video-Chat über die Plattform „Teams“.

Screenshot einer Videokonferenz der Lokalredaktion in Haltern. Zu sehen sind (v.l. oben im Uhrzeigersinn) Elisabeth Schrief, Ingrid Wielens, Daniel Winkelkotte, Pascal Albert, Silvia Wiethoff, Volontär Niklas Berkel. Ilka Bärwald ist im kleinen Fenster unten rechts zu sehen. © Ilka Bärwald © Ilka Bärwald

Jeden Tag nehmen wir uns viel Zeit dafür, um nicht nur das zu besprechen, was kommt, sondern auch das, was war. Wir schauen uns die Zahlen an. Welche Geschichte haben am Vortag auf unserer Webseite die meisten Abonnenten gelesen? Von welchem Thema hatten wir uns mehr Zuspruch erwartet? Wo sollten wir dranbleiben, „weiterdrehen“, wo besser nicht? Was sind die Gründe für den Erfolg oder Misserfolg einer Geschichte? Wir lernen jeden Tag dazu, der stetige Austausch und die Daten helfen uns dabei.

Auf Spurensuche: Die Recherche

Anschließend stürzen sich die Reporterinnen und Reporter in die Recherche. Im Moment findet sie hauptsächlich per Internet und Telefon statt, persönliche Kontakte und Termine werden nur im Ausnahmefall und unter Einhaltung der Abstandsregeln vereinbart.

Dank der Technik können wir aber zum Beispiel auch Interviews per Video führen und sie auf unserer Homepage veröffentlichen. Nicht immer klappt alles zeitnah. Privatleute sind nicht immer erreichbar, die Mitarbeiterinnen von Pressestellen müssen sich erst schlau machen.

Alles im Blick: Unsere Aufgabenverteilung

Die „Planerin“ oder der „Planer“ recherchiert nicht selbst. Sie behalten Mails und aktuelle Entwicklungen im Blick. Wenn ein Unfall passiert, schicken sie die Kollegen zum Einsatzort. Sie entscheiden über die Zeitplanung der Online-Artikel und koordinieren, welche Themen am nächsten Tag in der Zeitung stehen und wo sie platziert werden. Redigieren Texte, optimieren gegebenenfalls die Überschriften und „Keywords“, mit denen der Text über Google schneller gefunden werden kann.

Hier wird noch Zeitung gemacht. Unser Planer kümmert sich um die Seiten. © Ilka Bärwald © Ilka Bärwald

In der Mittagskonferenz „trifft“ sich unser Chefredakteur Jens Ostrowski online mit den Planern bzw. Team-Managern aller Lokalredaktionen. Die Runde tauscht Ideen aus, gemeinsam schaut man auf Themen, die bei unseren Kunden auf besonders viel Interesse gestoßen sind. Was kann man lernen, was in einer anderen Stadt umsetzen?

Endspurt: Schreiben und finalisieren

Am Nachmittag um 16 Uhr beginnt die letzte Konferenz des Tages per Teams. Welche Texte müssen noch gelesen werden, welche aktuell im Internet gesendet, welche müssen morgen in der Zeitung stehen? Diese Fragen werden jetzt gestellt und beantwortet.

Volontär Niklas Berkel bei der Nachmittagskonferenz mit den Redaktionskollegen. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Um 17.30 Uhr verabschiedet sich die Redaktion in den Feierabend. Wenn danach noch etwas passiert, können wir es verarbeiten. Aber wir suchen nicht mehr aktiv nach Informationen.

Der Reporter von heute ist gewissermaßen auch Verkäufer: Seine Nachrichten sind seine Ware. Ein Marktplatz ist Google, ein anderer Facebook oder Instagram, und wer sich dort nicht tummelt, den können wir auch per Newsletter oder über die Mediabox genannten Bildschirme in Banken und Geschäften täglich mit frischem Nachrichtenfutter versorgen.

Macht uns all das zu besseren Journalisten als früher? Ja und nein. Unsere Kernaufgabe hat sich nicht verändert. Wir recherchieren genauso gründlich und ausgewogen wie früher. Aber wir können schneller auf aktuelle Ereignisse reagieren, indem wir die modernen Hilfsmittel und Kanäle nutzen. Und wir sind viel näher an den Interessen derjenigen, für die wir arbeiten – nämlich für Sie, liebe Leserinnen und Leser.

Haltern am Abend

Täglich um 19:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.