Wo sollen Eltern parken, wenn sie ihre Kinder zum Kindergarten bringen?

hzZwei Kitas, ein Problem

Die Stadt saniert die frühere Martin-Luther-Schule, um dort Kindergarten-Kinder zu betreuen. Dann teilen sich zwei Kitas das ehemalige Schulgelände. Hat die Stadt an Parkplätze gedacht?

Haltern

, 23.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rat und die zuständigen Ausschüsse haben vor der Sommerpause beschlossen, die frühere Martin-Luther-Grundschule am Hennewiger Weg zu sanieren und dort wegen des großen Bedarfs einen Drei-Gruppen-Kindergarten unterzubringen. Auf einer Elternversammlung des im Jahr 2017 eröffneten Martin-Luther-Kindergartens Anfang der Woche kam die Frage auf, wo Eltern künftig parken können, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen?

Verkehr entzerren

Als die Kommunalpolitiker die 1,2 Millionen Euro teure Investition (90 Prozent der Summe trägt das Land) vor der Sommerpause im Rathaus beschlossen, stellte SPD-Fraktionsvorsitzende Beate Pliete direkt im Anschluss die Frage nach Parkplätzen. Sie regte an, im Umfeld Abholzonen einzurichten, um den Verkehr zu entzerren. Bürgermeister Bodo Klimpel traf das Thema nicht unvorbereitet. Er erklärte postwendend, das Ordnungsamt werde ein Konzept zur Regelung der An- und Abfahrten erarbeiten.

55 Kinder sollen ab Sommer 2020 in dem Kindergarten Platz finden. Träger ist das Rote Kreuz. Weitere 70 Kinder besuchen den neuen Martin-Luther-Kindergarten (in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde) direkt nebenan auf dem ehemaligen Schulhof. Außerdem hat der Kreissportbund Recklinghausen sein Büro in dem früheren Verwaltungstrakt der Schule. Alle brauchen Parkplätze.

Grünfläche freigeben

Konflikte hinsichtlich des Parkens sind vorprogrammiert. „Es ist schon jetzt schwierig, Parkmöglichkeiten zu finden“, sagt Kindergartenleiter Dennis Löpenhaus. Es gebe bislang lediglich einige wenige Parkplätze seitlich des Schulgebäudes, diese sind aber öffentlich und stehen damit für jedermann zur Verfügung. Anwohner und Besucher des Genossenschaftshauses Lina nutzen ihn ebenfalls. „Als Autofahrer kommt man außerdem kaum rein und raus. Wenn überhaupt Platz ist“, schildert er. Soweit wie möglich parken Eltern den Hennewiger Weg zu, manchmal in ihrer Not die Feuerwehreinfahrt oder Zufahrten zu Häusern.

„Sehr beengt“

Petra Völker, Geschäftsführerin des Kreissportbundes, stimmt Dennis Löpenhaus zu. „Es ist sehr beengt hier. Für Eltern, aber selbst für uns Mitarbeiter der Einrichtungen ist es schwierig, an der ehemaligen Schule zu parken.“

Wo sollen Eltern parken, wenn sie ihre Kinder zum Kindergarten bringen?

So sieht es zu Beginn eines Kindergarten-Tages am Hennewiger Weg aus. Eltern und Mitarbeiter von Kita und Kreissportbund wissen oft nicht wohin. Der einzige Parkplatz ist öffentlich und wird auch von anderen Autofahrern genutzt. © Benjamin Glöckner

„Unsere Kita ist wunderschön, aber die Suche nach Parkplätzen war von Anfang an schwierig“, betont Dennis Löpenhaus. Er schlägt als Lösung vor, den Grünstreifen vor der alten Schule zum Parken freizugeben. Förderverein und Elternbeirat der Kita wollen bei der Stadt rechtzeitig vor der Eröffnung der zweiten Kita mit Nachdruck dafür werben. Weil das Parkproblem schon jetzt unter den Nägeln brennt.

„Ausgereifte Lösung“

Holger Korf vom städtischen Ordnungsamt hat die Situation vor Ort im Blick. „Wir machen uns in unserem Amt Gedanken, wie ein zügiges An- und Abfahren an dieser Stelle künftig möglich sein kann.“ Es gebe bereits vorstellbare Varianten, aber noch kein abschließendes Ergebnis. „Wir wollen keinen Schnellschuss, sondern eine ausgereifte Lösung.“

Lesen Sie jetzt