Wohnen, arbeiten, parken: Stadtwerke-Gesellschaft kauft Grundstück in Halterns Innenstadt

hzStadtwerke Haltern

Die Flächenentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke will ein neues innenstadtnahes Quartier entwickeln und ist auch bezüglich des künftigen Baugebietes Nesberg ein gutes Stück vorangekommen.

Haltern

, 14.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Flächenentwicklungsgesellschaft: Dieses lange Wort steht für ebenso lange Überlegungen und Diskussionen; es kürzt sich zwecks Vereinfachung auf drei Buchstaben ab. „FEG“ ist eine Gesellschaft der Stadtwerke und als Dienstleister im Auftrag und im Namen der Stadt tätig. Gegründet wurde sie im Jahr 2018 auf Beschluss des Rates. Erstes Betätigungsfeld ist das letzte noch zusammenhängende Baugebiet Halterns, der „Nesberg“ südlich der A43 in der Nähe der Straße Sundernstege. Jetzt hat die Gesellschaft außerdem ein großes Grundstück in der Innenstadt gekauft.

Es entsteht ein Quartier zur Achse „See schlägt Wellen“

Am Schüttenwall bot sich die Gelegenheit, ein etwa 2700 Quadratmeter großes Grundstück zu erwerben. Es handelt sich um einen Hofraum mit Garagen, ein Wohnhaus, eine Werkstatt und eine ehemalige Tankstelle, die zurzeit von einer Bäckerei genutzt wird.

Wohnen, arbeiten, parken: Stadtwerke-Gesellschaft kauft Grundstück in Halterns Innenstadt

Das Grundstück der FEG zwischen Schüttenwall und Sixtusstraße ist 2700 Quadratmeter groß. © Elisabeth Schrief

„Die FEG hat zugegriffen, weil sie hier die Chance sieht, dieses innenstadtnahe Quartier in unmittelbarer Nachbarschaft zur Achse ‚Der See schlägt Wellen‘ städtebaulich attraktiv zu gestalten“, äußerte sich Carsten Schier, Geschäftsführer der FEG, gegenüber der Halterner Zeitung.

Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs wolle man eine Lösung erarbeiten, die eine Nutzung mit Wohnungen und Gewerbe sowie den Bedarf an Parkplätzen in diesem Gebiet zwischen Schüttenwall und Sixtusstraße berücksichtigt. „Diese Ideen können frühestens ab Anfang 2022 umgesetzt werden“, sagt Carsten Schier.

Die Aufgaben der Gesellschaft

Planung, Entwicklung, Vermarktung, Realisierung

Aufgabe der Flächenentwicklungsgesellschaft mit einem Eigenkapital von 300.000 Euro ist, Flächen für den Wohnungsbau und Gewerbeflächen in Haltern zu entwickeln. Sie konzentriert sich auf die städtebauliche Planung und Entwicklung von Grundstücksflächen, den Kauf, die Konzeptionierung, Realisierung und Koordinierung der Erschließung sowie die Verwaltung und Vermarktung von Grundstücken. Zum Geschäftsführer wurde Stadtwerke-Chef Carsten Schier bestellt. Gesellschaftervertreter sind Dr. Bernhard Klocke und Bürgermeister Bodo Klimpel. Wirtschaftlich sieht das Konstrukt vor, dass die Gesellschaft grundsätzlich die Stadtwerke als Dienstleister mit der Umsetzung des jeweiligen Projektes und allen kaufmännischen Belangen beauftragt. Das entlastet die Stadt personell und finanziell.

Erste Erfolge meldet die Flächenentwicklungsgesellschaft aus dem künftigen Baugebiet Nesberg. Es gibt in diesem Baugebiet mehr als 50 Einzelparteien, mit denen sie in den letzten Monaten viele Gespräche geführt hat.

„Wir konnten nahezu alle Eigentümer dafür gewinnen, an einer privatrechtlichen Gemeinschaft mitzuwirken und in das Projekt zu investieren. Mit drei Eigentümern sind wir noch im Gespräch“, erklärte Carsten Schier. Er hoffe, in den nächsten Wochen eine Einigung mit allen Beteiligten erzielen zu können.

Am Nesberg soll Ende 2022 Baurecht geschaffen werden

Wenn alle privatrechtlichen Entwicklungsvereinbarungen unterschrieben sind, kann die FEG die nächsten Schritte angehen. Es sei aktuell verfrüht, über einen Termin für den Baubeginn zu sprechen, so Carsten Schier. „Wir erwarten jedoch, dass bis Ende 2022 Baurecht geschaffen wird.“

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Das Baugebiet Nesberg liegt zwischen Seniorenwohnheim Kahrstege und Autobahn 43. © Benjamin Glöckner

Die Gesellschaft konzentriert zunächst auf diese beiden Vorhaben. Weitere konkrete Planungen gibt es nach Auskunft von Geschäftsführer Schier zurzeit nicht. Die FEG beobachte aber den Markt mit dem Ziel, weitere Flächen zu erwerben, die im Sinne einer attraktiven Stadtentwicklung mit nachhaltiger Energieversorgung entwickelt werden können.

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