Zum Fürchten und Lachen

Haltern Zum 4. Mal findet am Freitag der bundesweite Vorlesetag statt. "Wir freuen uns drauf", sagt Schulleiter und Bücherfreund Antonius Bielefeld.

21.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Die Hullerner Grundschule wählte für den 23. November das Thema Märchen aus. Eltern gehen ab 8 Uhr in die fünf Klassen und tauchen mit den Kindern in die Fabulierkunst von so berühmten Erzählern wie Hans Christian Andersen oder den Gebrüdern Grimm ein.

In Lavesum konzentriert sich der Vorlesetag auf den Nachmittag. Von 16 bis 18 Uhr hören die Kinder Geschichten, die sie zum Lachen und Fürchten bringen. Bernd Köster packt Gruselgeschichten für die Grundschüler ein, Buchhändlerin Anne Heine will die Jungen und Mädchen mit ihrer ausgewählten Literatur zum Lachen bringen, Schulleiter Franz Had lässt die Begeisterung für die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren wieder aufleben.

Café mit Lesestoff

Dazu gibt es eine Cafeteria und eine Bücherausstellung mit Lesestoff für alle kleinen und großen Bücherwürmer.

Das Joseph-König-Gymnasium hat für den 23. November direkt nichts geplant, rückte aber seinen Vorlesewettbewerb in die zeitliche Nähe des Aktionstages. Ab 9.40 Uhr tragen Montag Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen aus ihren Lieblingsbüchern vor, die beste Leistung wird am Ende prämiert. Einige Halterner Schulen "sitzen" den Vorlesetag wegen anderer wichtiger schulischer Veranstaltungen zum Ende des Jahres aus. Die Realschule beispielsweise vertagt sich auf den Januar, um dann einen Vorlesewettbewerb mit Rahmenprogramm zu gestalten. Die Stadtbücherei sah von einem eigenen Event ab, weil sie stattdessen die Chance nutzt, sich ihren jungen Lesern vor Ort vorzustellen.

Ansteckende Botschaft

Der Vorlesetag geht auf die Initiative der Wochenzeitschrift "Die Zeit" und der Stiftung Lesen zurück. Vorlese-Botschafterin der Initiative ist die Schriftstellerin und Journalistin Elke Heidenreich. "Der erste Kontakt mit Literatur, die ersten Spaziergänge der Phantasie durch andere Leben waren für mich unverzichtbar. Nichts war schöner in meiner Kindheit, als wenn sich meine Mutter mit einem Buch ans Bett setzte." Eine Botschaft, so gar nicht zum Einschlafen. Elisabeth Schrief

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