1,5-Millionen-Euro-Förderbescheid für Burgschänke und Burgtor

Förderkulisse

Es war ein riesiger Schritt, wenngleich eher symbolischer Natur. Landesministerin Ina Scharrenbach hat am Samstag einen dicken Scheck nach Nienborg gebracht. Für ein ganz besonderes Projekt.

Heek

von Bernhard Gausling

, 15.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Markus Jasper nimmt den 1,5-Millionen-Euro-Förderbescheid von Landesministerin Ina Scharrenbach entgegen.

Markus Jasper nimmt den 1,5-Millionen-Euro-Förderbescheid von Landesministerin Ina Scharrenbach entgegen. © Bernhard Gausling

Auf dem Freigelände zwischen „Alte Schule“ und Burgschänke hatten sich am Samstag (12. September) viele Gäste eingefunden. „Herzlich willkommen auf der Burg“, begrüßte der Vorsitzende des Trägervereins Markus Jasper alle, besonders die zuständige Landesministerin Ina Scharrenbach , CDU-MdL Heike Wermer, Landrat Dr. Kai Zwicker und Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

Und Ministerin Ina Scharrenbach hatte einen schönen Scheck über 1,5 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms „Heimatzeugnis“ mit dabei. Mit diesem Programm werden Bezugspunkte lokaler Identifikation unterstützt. So wie den Umbau der Burgschänke und des Burgtores bis Ende 2022. Und genau das soll zukünftig die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft stärken.

Zehn Jahre ist nichts passiert

Über zehn Jahre steht die zuletzt von der Eigentümerfamilie Kock betriebene Gaststätte leer. Die fehlende Nutzung hat deutliche Spuren an dem Gebäude hinterlassen. Doch 2023, pünktlich zum 825-jährigen Ortsjubiläum, soll der Eingangsbereich zur Burganlage in neuem Glanz erstrahlen.

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Die komplette Umgestaltung wird voraussichtlich 2,15 Millionen Euro kosten. Das Land steuert im Rahmen des Heimat-Zeugnisses besagte 1,5 Millionen Euro hinzu. Und genau deshalb war der Samstag ein bedeutsamer Tag für die Dinkelgemeinde. Wann kommt schon mal ein solch hoher Check ins Haus geflattert?

Es kam anders als angedacht

„Heimat ist Lebensqualität und schafft Verbundenheit in Zeiten, wo vieles zu trennen scheint“, sagte Markus Jasper, ehe der Vorsitzende des Trägervereins aus der Hand der Ministerin den Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro erhielt.

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Übrigens gaben den Anstoß Markus Callenbeck, Jörg Rosery, Frank Lammers und Martin Mensing Anfang 2018, als sie mit der Familie Kock über das leer stehende Gebäude sprachen. Die gastronomische Nutzung war schwierig, erste Pläne für Abriss und Neubau von Wohnungen waren geschmiedet.

Jürgen Lammers koordiniert alles

Doch es kam anders. Ganz anders. Jürgen Lammers von der Gemeindeverwaltung nahm die weitere Koordinantion in die Hand, sodass der erste wichtige Meilenstein gesetzt wurde. Mit der Familie Kock hat die Gemeinde Heek einen Erbbaurechtsvertrag über Grundstück, Burgtor und Burgschänke geschlossen.

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Und wenn weiterhin alles glatt läuft, werden beide bis 2023 in neuem Glanz erstrahlen. Zumindest verschafft der 1,5-Millionen-Euro-Scheck eine Menge Spielraum, die Pläne in die Tat umsetzen zu können.

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