Abriss gestartet: KAB-Lagergebäude aus den 70ern ist bald Geschichte

hzKAB-Lagergebäude

Eineinhalb Jahre hatte der Planungsprozess gedauert, nun ist der Abrissbagger angerollt: Das KAB-Lagergebäude in Heek wird dem Erdboden gleichgemacht. Bald kann der Neubau der Halle starten.

Heek

, 09.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es tut sich was in schwieriger Zeit: Schweres Gerät ist aktuell damit beschäftigt, das KAB-Lagergebäude am Dinkelstadion abzureißen. „In 14 Tagen wird dann der Betonbauer wahrscheinlich die Fundamentierungsarbeiten aufnehmen können“, berichtet der KAB-Vorsitzende Christian Hilbring.

Damit wird ein Planungsprozess in Kooperation mit dem Tennisverein Heeker TC, der mit dem ersten Antrag an die Gemeinde im September 2018 begonnen hatte, in die Praxis umgesetzt. Planmäßig.

„Das ist für uns alle natürlich eine erfreuliche Nachricht. Wir haben aber auch keinen Zeitdruck“, berichtet der Vorsitzende. Das Material sei aktuell „sehr gut eingelagert“ dank der Unterstützung durch die Gemeinde und durch die Bürgerstiftung. Auch sonst sei die Zusammenarbeit mit Gemeinde und Tennisclub „hervorragend“.

Nachdem in der vorletzten Woche die asbesthaltigen Platten demontiert und entsorgt worden sind – das ehemalige Tennisvereinsheim stammte aus den 1970er-Jahren –, starteten die Abrissarbeiten am Dienstag. Begonnen hat die Abbruchfirma – wie alle beteiligten Gewerke lokale Unternehmen – zuerst mit dem Dach und der Isolierung.

Funktion und Zweckmäßigkeit im Mittelpunkt

Entstehen wird eine Stahlhalle mit Thermowänden. Dabei stünden die „Zweckmäßigkeit und Funktionalität“ im Mittelpunkt. „Das wird exakt so umgesetzt, wie es mit Gemeinde und Tennisclub besprochen wurde“, erklärt Hilbring. Ein ursprünglicher Plan, das Gebäude, das unter Schimmel- und Nagerbefall litt, umzubauen, war im Planungsprozess verworfen worden.

Ein kompletter Neubau hatte sich nicht zuletzt als kostengünstiger herausgestellt. Dieser wird eine Fläche von 200 Quadratmetern bieten, auf der die KAB Lebensmittel, Geräte, Materialien und Zelte, die für die vielfältigen Projekte des Vereins in der Gemeinde benötigt werden, unterbringen wird. Ebenso wird der Tennisclub dort Material einlagern.

Die Entfernung von Dach und Isolierung stehen bei den Abbrucharbeiten zunächst auf dem Programm.

Die Entfernung von Dach und Isolierung stehen bei den Abbrucharbeiten zunächst auf dem Programm. © Bernhard Gausling

Die Kostenschätzung hatte einen Gesamtbetrag von 140.000 Euro ergeben, der Haupt- und Finanzausschuss segnete Ende des vergangenen Jahres einen Zuschuss von 102.000 Euro seitens der Gemeinde ab. Dieser wurde in den Haushalt 2020 eingestellt.

Rund 30 Prozent wird die Katholische Arbeitnehmerbewegung St. Josef in Eigenleistung erbringen. Und das zum Großteil im wortwörtlichen Sinne. „Wir werden vor allem dann aktiv werden, wenn die Gebäudehülle steht“, wirft Hilbring einen Blick voraus. Elektroinstallation und Außenanlagen seien Themen, die man durch Mitglieder des Vereins übernehmen werde. Ebenso baue man auf Eigenmittel und Spendengelder. In der Summe liegt man bei 37.000 Euro.

"Wir haben überhaupt keinen Zeitdruck"

Wie sieht der Zeithorizont aus? „Als die Planung aufgestellt wurde, war die aktuelle Lage nicht abzusehen. Es ist eine besondere Zeit für uns alle – auch für alle am Bau Beteiligten. Wir sehen das entsprechend ganz gelassen“, so Hilbring.

Wenn es zur 41. Stadtranderholung Ende Juni – sofern durchführbar – mit dem Bezug etwas werden könnte, wäre das „klasse“. Die Anmeldezahlen seien rekordverdächtig, die Vorbereitungen angelaufen. Doch wie gesagt: „Wir haben überhaupt keinen Druck und freuen uns, dass das Projekt läuft“, berichtet der Vorsitzende.

Ähnlich sieht es Maria Wenker, Vorsitzende des Heeker TC: „Es wäre schön, wenn wir zur kommenden Winterpause Material einlagern können. Aktuell haben wir gute Alternativen.“ Die Corona-Pause werde genutzt, um Plätze und Anlage zu pflegen. „Die neue Pumpe zur Platzbewässerung läuft auch", freut sie sich.

Was das Vereinsleben angehe, so hoffen beide auf nächste Signale durch die Behörden nach Ostern: „Dann wird die Lage sicher neu bewertet“, so Christian Hilbring.

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