Ahauser Tafel profitiert: Heeker „Kartoffeln-für-Klamotten-Aktion“ großer Erfolg

Spendenaktion

Die „Kartoffeln-für-Klamotten-Aktion“ vom DRK-Ortsverein und dem Raiffeisen-Markt in Heek war ein großer Erfolg. Und das trotz Corona. Auch die Ahauser Tafel profitierte vom starken Ergebnis.

Heek, Ahaus

, 24.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
28 Helfer vom Jugendrotkreuz und vom DRK-Ortsverein waren bei der Tauschaktion im Einsatz.

28 Helfer vom Jugendrotkreuz und vom DRK-Ortsverein waren bei der Tauschaktion im Einsatz. © DRK-Ortsverein

2,2 Tonnen eingetauschte Kartoffeln und ein komplett gefüllter Lkw mit Kleidung –die „Kartoffeln-für-Klamotten-Aktion“ vom DRK-Ortsverein und vom Raiffeisen-Markt Heek am vergangenen Samstag war ein großer Erfolg. Zwar war wegen der Coronakrise einiges anders als in den Vorjahren, aber gerade das ausgeklügelte Hygienekonzept hatte wohl seinen Anteil am Erfolg der Aktion.

Seit 2012 gibt es diese Tauschaktion für den guten Zweck nun schon. Und in diesem Jahr stand sie natürlich wegen der Coronakrise zunächst unter keinem guten Stern. Noch im April musste die Aktion ausfallen. Doch nicht ersatzlos. Am vergangenen Samstag (19.09) wurde alles in der Zeit von 9 bis 13 Uhr vor und im Raiffeisenmarkt nachgeholt. 28 Helfer vom Jugendrotkreuz und dem DRK-Ortsverein waren im Einsatz.

Die Helfer hatten viel zu tun

„Unsere Leute hatten alle Hände voll zu tun“, berichtet der Vorsitzende des Ortsvereins, Ralf Rohling, im Gespräch mit der Redaktion. Und genau das war ein gutes Zeichen. Denn trotz Corona kamen viele Heeker und tauschten Altkleider gegen Kartoffeln. Pro Kilogramm Kleidung gab es ein halbes Kilo Kartoffeln. „Zwischen 9.30 und 11 Uhr war der Andrang riesig“, so der Vorsitzende.

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Und dabei hätten sich „ausnahmslos alle“ an die geltenden Coronavorschriften gehalten. Spender gaben ihre Kleidung vor dem Markt an die Helfer ab. Diese fuhren die Klamotten in einem Einbahnstraßensystem in den Wiegeraum im Markt und händigten dann die Kartoffeln aus. Natürlich mussten vorher die Hände desinfiziert und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. „Durch das Einbahnstraßenprinzip lief das alles reibungslos“, so Ralf Rohling.

Lkw war bereits um 12 Uhr gut gefüllt

Bereits gegen 12 Uhr war der georderte Lkw so voll mit Kleidung, dass „wir Sorgen hatten, dass nicht alles draufpassen würde“. Doch letztlich ging die Rechnung auf. „Das ist einfach ein super Ergebnis. Da hat sich sogar unser Kreisverband gewundert“, freut es den Vorsitzenden.

Bernadette Wittenberg von der Ahauser Tafel holte die 100 Kilogramm Kartoffeln mit einem Transporter vom Raiffeisen-Markt in Heek ab.

Bernadette Wittenberg von der Ahauser Tafel holte die 100 Kilogramm Kartoffeln mit einem Transporter vom Raiffeisen-Markt in Heek ab. © Ahauser Tafel

Übrigens hatte noch wer Grund zu Freude: die Ahauser Tafel. Denn seit jeher ist es so, dass die Kartoffeln auch für die Tafel gespendet werden können. Sprich, man gibt Kleidung ab, verzichtet aber auf die Erdäpfel. Und so kamen am Ende 100 Kilo Kartoffeln zusammen, die Bernadette Wittenberg von der Ahauser Tafel mit einem Transporter beim Raiffeisenmarkt abholen durfte.

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„Das ist nicht selbstverständlich“, so Dipl.-Sozialarbeiter Johannes Lügering von der Tafel. „Wir bedanken uns herzlich und sind froh, dass die Aktion trotz Corona nunmehr wieder stattfinden konnte.“

Die Ahauser Tafel weist darauf hin, dass noch haltbare Lebensmittel wie Zucker, Mehl, Öl, Reis oder Nudeln gerne angenommen werden. Von 9 bis 12 Uhr bedarf es keiner Anmeldung. Einfach klingeln (Schloßstraße 16a) und die Spende kann entgegengenommen werden.
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