Vorgeschlagene Stromtrasse führt westlich von Heek durch Ahle

hzAmprion-Bürgersprechstunde

Die geplante Höchstspannungs-Stromtrasse A-Nord soll über Heeker Gebiet führen. Amprion hatte jetzt zur Bürgersprechstunde ins Rathaus eingeladen. 30 Bürger informierten sich über die Pläne.

Heek

, 10.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zum 21. August können Bürger noch Einwendungen gegen die geplante Trasse der Höchstspannungsleitung A-Nord vorbringen. Mit 30 Teilnehmern fast ausgebucht war die Amprion-Sprechstunde im Heeker Rathaus. 22 der 24 möglichen 15-minütigen Termine für ein Einzelgespräch wurden vergeben.

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Im April hat Amprion für das Projekt A-Nord (Strecke von Emden bis Osterath bei Neuss) seine Streckenvorschläge bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Diese führt westlich an Heek vorbei durch die Bauerschaft Ahle. Alternativtrassen verlaufen weiter östlich. „Unsere vorgeschlagene Trasse führt über Heeker Gebiet, ist aber für die Gemeinde die verträglichste Lösung“, meint Jonas Knoop, Projektsprecher bei Amprion.

Baubeginn wohl 2023 - Vorarbeiten laufen bereits

Der 24 Meter breite Schutzstreifen, auf dem nicht gebaut und gepflanzt werden darf, birgt für Anwohner und Kommune Konfliktpotenzial. Voraussichtlich im Oktober stehen dann die Erörterungstermine mit den Anliegern auf dem Plan. Zum Jahreswechsel erwartet Jonas Knoop die Vorgaben der Bundesnetzagentur für das Planfeststellungsverfahren. Im weiteren Verfahren wird die Öffentlichkeit weiterhin eingebunden. Mit einem Baubeginn ist 2023 zu rechnen.

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„Auf eigenes Risiko haben wir im vorgeschlagenen Korridor bereits mit den Baugrunduntersuchungen begonnen und in einigen Bereichen schon die Eigentümer angeschrieben“, erläutert Jonas Knoop die Vorarbeiten. Er freut sich über jeden Besucher: „Je mehr Gespräche wir im informellen Bereich führen können, desto besser kann man die Fragen beantworten, die sich aufdrängen.“

Gemeinde hat bereits Einwendung abgegeben

Die Gemeinde Heek hat bereits eine Einwendung eingereicht. Diese basiert nicht auf der von Amprion favorisierten Trasse, sondern auf einer Alternative. „Diese Trasse liegt relativ nahe zur Autobahn und dem Grundstück Ahle 1, das die Gemeinde in Zukunft baulich nutzen will“, erläutert Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff die Stellungnahme. Aber es stehe nicht fest, welche Trasse letztlich gewählt würde.

Landwirt Bernhard Ostendorf „möchte wissen, ob unsere Flächen davon betroffen sind und ob die Trassenführung Heek tangiert. Außerdem möchte ich erfahren, in welchem Zeitfenster das Ganze stattfindet“, nennt er die Gründe für seinen Besuch.

Benedikt Ströing ist mit seiner Frau gekommen und stellt nach dem Gespräch mit einem Amprion-Mitarbeiter fest: „Die Trasse geht relativ nah an Wohngebäuden vorbei und führt über ein ziemlich langes Stück über Nutzflächen.“ Das Paar überlegt nun, ob es eine Einwendung abgeben soll.

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