Anschluss an die Dinkelsteinroute ist Ziel

Touristisches Projekt

Den Verlauf der Dinkel mit dem Rad erkunden und dabei Kunstwerke und Sehenswürdigkeiten erleben - von der Quelle bis zur Vechtemündung: Die Heimatvereine aus Heek und Legden wollen gemeinsam den Anschluss an die Dinkelsteinroute, die bisher von Epe bis Neuenhaus am Fluss verläuft.

HEEK/LEGDEN

, 17.01.2017, 18:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ab hier wird es für Heek und Legden interessant: Dinkelstein Nr. 0 in Epe markiert vorläufig das Ende der Dinkelsteinroute – hier bei der Einweihung durch Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens (2. v. l.), Anke Engels (Bürgerverein Dinkelaue) und Theo Franzbach vom Heimatverein Nienborg (r.).

Ab hier wird es für Heek und Legden interessant: Dinkelstein Nr. 0 in Epe markiert vorläufig das Ende der Dinkelsteinroute – hier bei der Einweihung durch Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens (2. v. l.), Anke Engels (Bürgerverein Dinkelaue) und Theo Franzbach vom Heimatverein Nienborg (r.).

Dinkelsteine sollen bald auch in Heek und Legden auf besondere Orte hinweisen und den Flussverlauf für Radtouristen und Ausflügler interessant machen. Die Heimatvereine Heek, Nienborg und Legden wollen mit Unterstützung der Gemeinde die Route bis zur Dinkelquelle in Holtwick weiterführen. Bisher führt sie von Schepers Mühle in Epe durch Gronau und Losser (NL) bis Neuenhaus, wo die Dinkel in die Vechte mündet.

Als Leader-Projekt realisieren

"Es soll ein Leader-Projekt werden", erläutert Gerd Heuser, Vorsitzender des Heimatvereins Legden. Zwei der drei Gemeinden der Leader-Region Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden sind direkt betroffen. Auch die Heimatvereine in Heek und Nienborg arbeiten an dem Projekt.

In Nienborg haben Theo Franzbach und seine Mitstreiter bereits zwei Standorte ausgeguckt, in Heek war für Dienstagabend ein Termin zur Standortfrage anberaumt. "Wir hatten am Freitag eine Begehung", sagt Theo Franzbach. "Dabei haben wir zwei Vorschläge beschlossen."

An der Dinkelbrücke am Sümmermannsweg, wo früher Böwings Mühle stand, und am Dinkelüberlauf könnten sich die Nienborger je einen Dinkelstein vorstellen - wobei der "Stein" auch aus einem anderen Material bestehen könnte, etwa als 3-D-Modell der alten Mühle aus Stahl oder in Form eines Tors mit dem historischen Namen der Dinkel als Schriftzug: "Dynkele". So sei sie 1385 erstmals erwähnt, erklärte Theo Franzbach.

"Es können noch Vorschläge gemacht werden"

In Heek werden ebenfalls zwei Standorte mit historischem Charakter gesucht. Ralf Münstermann vom Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus wollte am Dienstag auf Anfrage den Beratungen nicht vorgreifen. "Eine grobe Abstimmung gibt es schon", sagte er zur Routenführung. Gespräche mit der Gemeinde, mit den benachbarten Heimatvereinen und auch mit Legdens Bürgermeister Kleweken seien erfolgt. Auch seien ein bis zwei Standorte bereits ins Auge gefasst worden. Aber: "Es können noch Vorschläge gemacht werden."

Holtwicker Heimatverein ins Boot holen

Auch solle der Holtwicker Heimatverein mit ins Boot geholt werden, um die Route bis zur Quelle bei Höven zu vollenden. Das wollen auch die Legdener. "Die Route soll von der Quelle bis zur Mündung führen", so Gerd Heuser, mit bis zu vier Dinkelsteinen in Legden. In Holtwick seien ein oder zwei geplant. Heuser rechnet mit Kosten von rund 2000 Euro je Stein. Ein möglicher Standort wäre Haus Egelborg. Auch der Ort in der Bauerschaft Wehr, wo einst Haus Were stand, könnte einen Stein wert sein. Um den Erwerb des Eigenguts des "Ocelin von Were" geht es in der Urkunde von 1092, in der erstmals Legden und Asbeck urkundlich erwähnt werden.

Förderfähigkeit prüfen

Kombiniert werden sollen die Steine mit nummerierten und registrierten Sitzbänken. "So kann in einem Notfall schnell über den genauen Standort informiert werden", so Heuser. Zu klären bleibt, wie Holtwick in den Leader-Antrag eingebunden werden kann, da die Gemeinde Rosendahl nicht in der AHL-Leader-Region liegt, sondern in der Region Baumberge. Je nach Förderfähigkeit der Maßnahmen wird das Projekt bis zu 65 Prozent über Leader finanziert.

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