Bürgerschützen feiern trotz Corona ein bisschen das 500-jährige Bestehen

Bürgerschützen Nienborg

Die richtig große Sause konnten die Bürgerschützen zum 500-jährigem Bestehen wegen der Coronakrise nicht feiern. Doch die Verantwortlichen haben sich trotzdem eine ganze Menge einfallen lassen.

Heek

04.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine ganz besondere Ehre erfuhr das amtierende Königspaar Jörg und Monica Rosery, die als lebensgroßes Foto, ausgeschnitten und auf Pappe aufgeklebt, vor ihrem Haus „Doppelgänger“ aufgestellt bekamen.

Eine ganz besondere Ehre erfuhr das amtierende Königspaar Jörg und Monica Rosery, die als lebensgroßes Foto, ausgeschnitten und auf Pappe aufgeklebt, vor ihrem Haus „Doppelgänger“ aufgestellt bekamen. © Privat

Schützenmesse, Fahnenweihe, Kranzniederlegung, Festabend, Wecken, Kaiserschießen, Großer Zapfenstreich, Festumzug, Vogelschießen und vieles mehr war für das 500-jährige Jubiläum des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Nienborg vorbereitet – bis die Coronakrise durch alles einen Strich machte. Ein bisschen gefeiert wurde dann aber dennoch am vergangenen Wochenende.

Die Vorstandsmitglieder und Offiziere legten am Samstag (1. August) am Kriegerehrenmal einen Kranz nieder.

Die Vorstandsmitglieder und Offiziere legten am Samstag (1. August) am Kriegerehrenmal einen Kranz nieder. © Privat

Es herrschte zwar spürbar mehr Wehmut als Trubel, doch ein bisschen stellten die Bürgerschützen dann trotz Coronakrise anlässlich des Jubiläums auf die Beine. So sorgten beispielsweise die Nachbarschaften in Nienborg mit einem rot-weißen Fahnenmeer für einen festlich geschmückten Ort. Auch am Montag (3. August) prägten die Fahnen noch das Bild des Ortsteils.

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Besondere Ehren für das amtierende Königspaar

Etwas Besonderes hatten sich die Nachbarn vom Königspaar Jörg und Monica Rosery auf der Straße Am Kalvarienberg einfallen lassen. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkte es so, als stehe das Königspaar in schwarzem Anzug und schickem Kleid im Vorgarten ihres Hauses. Doch es ist ein lebensgroßes Foto, sauber ausgeschnitten und auf Pappe aufgeklebt.

Ein echter Blickfang: Das Banner der Bürgerschützen am Kirchturm.

Ein echter Blickfang: Das Banner der Bürgerschützen am Kirchturm. © Privat


Als Dank und Anerkennung sowie als kleines Trostpflaster für ein entfallenes großes Fest verteilte der Schützenverein mehr 100 Kisten Bier an die Nachbarschaften für ihren Einsatz. Der Vorstand und die Offizier hatten zudem als sichtbares Zeichen ein großes Banner am Gerüst der Pfarrkirche St. Peter und Paul aufgehangen.

Kranzniederlegung und Präsidenten-Rede

Zudem legten die Vorstandsmitglieder und Offiziere am Samstag (1. August) am Kriegerehrenmal einen Kranz nieder, wo der Fahnenclub zuvor die Fahnen gehisst hatte. Pater Joy Madassery segnete den Kranz und sprach ein Gebet.


In einer Rede erinnerte Präsident Markus Callenbeck an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren. „Die meisten von uns haben sich den heutigen Tag anders vorgestellt“, hob er hervor. „Mit Dankbarkeit begegnen wir den Menschen der vergangenen Jahrhunderte, die das Schützenwesen in Nienborg ins Leben riefen und diese schöne Tradition durch Sturm und Regen aufrecht hielten.“ Albert Bömer vom Musikverein Nienborg sorgte mit seiner Trompete für den musikalischen Rahmen.

Musikverein Nienborg überrascht die Nienborger

Zur Freude aller Nienborger erklang am Sonntagmorgen zur Frühschoppenzeit Blasmusik. Der Musikverein Nienborg brachte dem Jubiläumsverein und dem gesamten Ort einen musikalischen Gruß. Neben dem Weckruf „Freut Euch des Lebens“ durften die Schützenfest-Gassenhauser „Die Vogelwiese“ und „Böhmischer Traum“ nicht fehlen.

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„Das kleine Alternativprogramm in diesem Jahr kann nur ein kleines Trostpflaster für die Seele sein“, schaut Markus Callenbeck stellvertretend für den gesamten Verein bereits in die Zukunft. Im kommenden Jahr wollen die Bürgerschützen dann im großen Stil 500+1 Jahre feiern.

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