CDU-Bürgermeisterkandidat Markus Janning setzt auf den Dialog

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Markus Janning geht für die CDU ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Heek. Der 32-Jährige arbeitet in der Gemeindeverwaltung und sieht sich als Vereinsmensch.

Heek

, 08.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sein berufliches Ziel hatte Markus Janning schon auf der Realschule in der 7. Klasse im Blick. „Ich habe damals im Unterricht gesagt, dass ich irgendwann mal Bürgermeister in Heek werden möchte.“ Dieses Ziel hat der 32-Jährige so scharf vor Augen wie nie. Am 13. September kandidiert er für die CDU um das Amt.

Viele Antworten auf eine Frage

Sollte Markus Janning gewählt werden, wäre er der zweitjüngste Bürgermeister in der Geschichte der Gemeinde Heek. Der heutige Landrat Dr. Kai Zwicker war bei seiner Wahl zum Bürgermeister ein Jahr jünger. Auf die Frage, ob er mit 32 Jahren nicht zu jung für das Amt sei, antwortet Markus Janning mit Beispielen, die die Frage schon selber beantworten.

Kai Zwicker nennt er, die Landtagsabgeordnete Heike Wermer und den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Zwicker sieht er auch als politisches Vorbild, was das Kommunikative angehe. „So wie er würde ich es gerne handhaben wollen.“

Radfahren nennt Markus Janning als eines seiner Hobbys.

Radfahren nennt Markus Janning als eines seiner Hobbys. © Christian Bödding

Markus Janning ist ein absoluter Vereinsmensch, das wird im Gespräch mit ihm immer wieder deutlich. Das Vereinsleben und ein gutes Miteinander sind es auch, was seiner Meinung nach Heek und Nienborg so besonders macht.

Markus Janning ist ein Vereinsmensch

Der 32-Jährige ist unter anderem Mitglied im Junggesellenschützenverein (und Präsident), aktiv im Vorstand des SV Heek und als Betreuer bei der Stadtranderholung der KAB tätig. „Ich habe immer versucht, mich zu engagieren, mich einzubringen“, erklärt er seine Motivation. „Für mich war und ist es wichtig, dass etwas in Heek passiert.“

Seit 16 Jahren, direkt nach Abschluss der Realschule, arbeitet Markus Janning in der Heeker Gemeindeverwaltung. Der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und Bürokaufmann folgte eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt. Aktuell ist er stellvertretender Fachbereichsleiter.

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Sein dienstliches Verhältnis zum Amtsinhaber Franz-Josef Weilinghoff ist gut, sagt der Kandidat. „Wir haben uns gesagt, dass wir einen fairen Wahlkampf wollen.“ Gleichwohl sei der Kontakt seit dem öffentlich werden seiner Ambitionen etwas weniger geworden. „Für mich war wichtig, dass der Bürgermeister und meine Kollegen es nicht aus der Zeitung erfahren, dass ich kandidieren werde. Ich habe es allen persönlich mitgeteilt.“

Dass es nach der Kommunalwahl nicht mehr so sein wird, wie vorher, das ist Markus Janning klar. „Ich denke, dass wir erwachsen genug sind, vernünftig damit umzugehen.“ Schließlich will der 32-Jährige weiter bei der Gemeindeverwaltung arbeiten, egal wie die Wahl ausgeht.

„Ich bin nicht der Alleinunterhalter“

Markus Janning setzt auf den Dialog. Den Dialog mit den Bürgern und den Kollegen. Natürlich hat er gewisse Vorstellungen, „aber für mich ist auch die Meinung der anderen sehr wichtig“. Trotzdem: „Ich kann nicht jeden Mitarbeiter fragen, ob das so in Ordnung ist. Ich gehe mit gewissen Zielen in Gespräche.“ Als Kopf der Verwaltung würde er nun mal die Richtung vorgeben. „Aber ich bin nicht der Alleinunterhalter.“

Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, möchte Markus Janning für mehr Transparenz bei der Verwaltungsarbeit sorgen. „Die Leute vor Ort wissen nicht immer, was passiert, wie es zum Beispiel mit manchen Anträgen weitergeht.“

„Es gibt immer Handlungsbedarf“

Bis zum Tag der Entscheidung entspannt der 32-Jährige nach Feierabend am liebsten zu Hause, in seiner Wohnung am Ahauser Damm. Markus Janning nennt als Hobbys Fußball, Freunde treffen und Radfahren. Innerorts seien die Radwege ganz gut, sagt er. „Aber es gibt immer Handlungsbedarf. Es ist nicht alles super.“ Weil das so ist, hofft er am 13. September auf einen Sieg. „Sonst würde ich nicht antreten.“

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