Corona-Hilfe Heek: Mit schleppendem Beginn zur Erfolgsgeschichte

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Die Corona-Pandemie hat gerade Menschen aus Risikogruppen vor Herausforderungen gestellt. Stichwort Einkaufen. Genau diesen Menschen greift die Corona-Hilfe Heek unter die Arme. Mit großem Erfolg.

Heek

, 02.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Momentan ist es mit Blick auf Neuinfektionen ruhig in Heek, doch wie schnell das wieder Geschichte sein kann, hat die jüngere Vergangenheit nicht nur einmal gezeigt. Doch Menschen, die in Heek aus Sorge vor dem Virus nicht mehr Einkaufen mögen oder in Quarantäne müssen, sind nicht alleine. Die Corona-Hilfe, die Elisabeth Voss und Sarah Vortkamp Mitte März gründeten, ist noch immer aktiv. Und hat schon etlichen Heekern in der schweren Zeit helfen können.

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Mitte März, als die Coronakrise so langsam aber sicher richtig Fahrt aufnahm, wollten Elisabeth Voss und Sarah Vortkamp in Heek ein positives Zeichen setzen. Schließlich sollten soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden und Menschen, die zur Risikogruppe gehören, am besten gar nicht mehr Einkaufen gehen. Doch wie sollte das auf Dauer funktionieren?

Schnittstelle für die Einkaufshilfe

„Nicht jeder hat Familie in der Nähe. Es gibt auch Menschen, die allein stehend sind“, so Elisabeth Voss im Gespräch mit der Redaktion. Und genau für diese Menschen und all diejenigen, die aus Sorge vor dem Virus nicht mehr vor die Tür wollten, gründeten Voss und Vortkamp die Corona-Hilfe Heek. Vornehmlich als Schnittstelle für die Einkaufshilfe. Eine Hilfe, die das Infektionsrisiko für viele Menschen senkte.

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„Es lief etwas schleppend an“, blickt Elisabeth Voss zurück. Erst als sie in den Medien und Sozialen Netzwerken neben ihrer Handynummer auch ihre Festnetznummer veröffentlichte, nahm die Sache Fahrt auf. „Vielleicht ist eine Festnetznummer einfach vertrauenerweckender.“

40 Personen haben Hilfe bisher in Anspruch genommen

Bisher haben rund 40 Personen aus der Dinkelgemeinde die Hilfe (mehrfach) in Anspruch genommen. 16 Helfer haben aktiv angepackt, um die Botengänge zügig erledigen zu können. „Schüler, Frauen und sogar einige Männer haben sich bereiterklärt, zu helfen“, berichtet Elisabeth Voss hörbar erfreut. „Ihnen gilt unser ganz großer Dank. Es zeigt, was für einen tollen Zusammenhalt wir hier in Heek haben.“

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Übrigens hat die dazugehörige Facebook-Gruppe (Corona-Hilfe in der Gemeinde Heek) mittlerweile 565 Mitglieder. Und auch wenn der letzte Eintrag schon ein paar Wochen zurückliegt, die Heeker Corona-Hilfe ist nach wie vor aktiv. „Derzeit versorgen wir noch eine Familie“, sagt Elisabeth Voss. „Wir können die Kapazitäten auch jederzeit wieder hochfahren.“

Wer die Einkaufshilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich täglich am besten zwischen 10 und 15 Uhr bei Elisabeth Voss unter (02568) 21 33 oder (0151) 15 29 01 29 melden.

Schnelle und unkomplizierte Hilfe

Für den Fall der Fälle, dass es in Heek doch mal wieder Coronafälle gibt. „Manchmal mussten ja auch ganze Familien in Quarantäne“, so Voss. „Und dann müssen diese ja auch versorgt werden.“ So wie im Mai, als auf einen Schlag acht Neuinfizierte aus nur zwei Familien in Heek gab. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde habe dann die Corona-Hilfe bei der Versorgung mit Lebensmittel geholfen.

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Dabei geht es um die Vermittlung. Menschen, die coronabedingte Einkaufshilfe benötigen, melden sich telefonisch bei Elisabeth Voss. „Ich vermittele dann jemanden, der helfen möchte.“ Das habe stets reibungs- und kontaktlos im Sinne der Coronaschutzverordnung geklappt. „Es wurde alles vor der Haustür abgestellt.“ Eine schnelle und unkomplizierte Hilfe. Und zugleich anonym. „Namen dringen nicht nach Außen.“

Heek hat noch Glück im Unglück

Örtliche Apotheken hätten der Corona-Hilfe-Gruppe Desinfektionsmittel gespendet. Selbstverständlich trugen und tragen die Helfer beim Ausliefern der Einkäufe Mund-Nasenschutz-Masken. „Es war für alle, die geholfen haben, ein großer Aufwand. Aber alle haben es gerne gemacht.“ Und noch viel wichtiger: „Diese Hilfe war unglaublich wichtig. Der Bedarf war nämlich einfach da.“

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Und die Corona-Hilfe darf mit Fug und Recht als wichtiger Mosaikstein im Kampf gegen das Virus und einer weiteren Verbreitung in der Dinkelgemeinde verstanden werden. Denn insgesamt ist Heek bisher noch „glimpflich“ davon gekommen. 34 Infektionen und kein Todesfall weist die Statistik aktuell (Stand 2. September) aus.

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