Der Straßenendausbau im Baugebiet Strothbach ist noch nicht erfolgt. © Markus Gehring
Straßenendausbau

Endausbau Strothbach: Anlieger sauer über jahrelangen Stillstand

Zahlreiche Familien leben im Baugebiet Strothbach. Vor Jahren wurden die Bauplätze vergeben. Der Straßenendausbau ist bis heute nicht erfolgt. Jetzt machen die Anlieger ihrem Unmut darüber Luft.

Schon vor Jahren wurde das Baugebiet Strothbach zwischen der Straße Stroot und dem Strotbach realisiert. Zahlreiche (junge) Familien haben dort ein Baugrundstück erworben. Doch bis heute lässt der Endausbau auf sich warten. Ein Umstand, der den Anliegern gar nicht schmeckt.

Natürlich ist das Baugebiet über die Straße am Strothbach mit dem öffentlichen Straßennetz der Gemeinde verbunden. Doch schon auf den ersten Blick wird klar, endausgebaut ist die Straße nicht. Rad- oder Fußweg? Fehlanzeige. Straßenbeleuchtung? Nicht vorhanden.

Anlieger machen ihrem Ärger Luft

Jetzt reicht es den Anliegern. Das wurde in der jüngsten Ratssitzung deutlich. Ein Familienvater ergriff unter dem Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“ das Wort. Er fungiere als Sprecher für die Anwohner, schickte er voraus. Dann machte er seinem Unmut Luft.

„Uns stört, dass einfach noch nichts passiert ist. Wir warten seit sieben Jahren auf den Endausbau“, legte der Familienvater los. Die Straße sei bald der Schulweg vieler Kinder. 65 sollen, so führte er aus, im Baugebiet Strothbach leben. „Die Sicherheit ist hier für die Kinder nicht gegeben.“

Dabei gehe es den Anliegern auch um den Kreisverkehr Stroot/Leuskesweg, eine Temporeduzierung der Stroot auf 50 km/h oder eine mögliche Querungshilfe. „Es muss nicht immer erst etwas passieren, bis mal etwas geschieht.“

Kostenbeteiligung der Anlieger?

Dessen ungeachtet machte zuletzt auch das Gerücht in Heek die Runde, dass die Anlieger für den ersehnten Endausbau auch noch selbst in die Tasche greifen müssen. Etwas, das Bauamtsleiter Herbert Gausling jedoch im Gespräch mit der Redaktion ganz klar verneint.

Die Grundstücke seien voll erschlossen verkauft worden. Den Anwohnern würden durch den geplanten Endausbau keine Kosten entstehen. Zusätzliche Kosten, etwa durch gestiegene Baustoffpreise, würden zu Lasten der Gemeinde gehen.

Läuft alles glatt, soll der Endausbau im zweiten Quartal 2022 anlaufen. Derzeit wird die Ausschreibung der Arbeiten von der Verwaltung vorbereitet.
Läuft alles glatt, soll der Endausbau im zweiten Quartal 2022 anlaufen. Derzeit wird die Ausschreibung der Arbeiten von der Verwaltung vorbereitet. © Markus Gehring © Markus Gehring

Nur wann tut sich etwas? Läuft alles glatt, schon sehr bald. Derzeit werde die Ausschreibung der Arbeiten vorbereitet, führte der Bauamtsleiter im Rat aus. Diese sollen, so der Plan, in einem Rutsch mit dem Endausbau Leuskesweg durchgeführt werden. Das Kostenvolumen beträgt eine Million Euro.

In Sachen Verkehrssicherheit ist die Gemeinde ohnehin schon seit geraumer Zeit mit dem Kreis Borken im Gespräch. „Ohne den Kreis geht da nichts“, machte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der Sitzung deutlich.

Gespräche mit dem Kreis laufen

Allein die Sache mit dem Tempo 50 stehe schon lange auf der Agenda. Doch eine Entscheidung sei da noch nicht gefallen. Der Kreis wolle das Thema noch mal beraten. Gut möglich, dass das Ganze in der kommenden Verkehrsschau auf den Tisch kommt.

Dafür aber habe der Kreis bezüglich einer Querungshilfe bereits grünes Licht gegeben, erklärte der Bürgermeister. „Wir werden das 2022 also aktiv angehen.“

Unklar hingegen ist noch die Zeitschiene für die bauliche Entschärfung des Kreisverkehrs, in dem man derzeit ohne Probleme mit Tempo 50 einfahren kann. Dafür aber will der Kreis laut Verwaltung 50 Prozent der Kosten übernehmen.

Zeitschiene für den Endausbau steht

Und die Zeitschiene für den Endausbau? Die Ausschreibung soll noch vor Weihnachten auf dem Markt sein, wie der Bauamtsleiter wissen lässt. Unter der Prämisse, dass die entsprechenden Fachfirmen Kapazitäten haben, soll der Auftrag Ende Januar 2022 vergeben werden.

Dann wäre ein Baustart, so alles gut läuft, im zweiten Quartal 2022 im Bereich des Möglichen. Die Dauer der Baumaßnahme selbst schätzt die Verwaltung auf 15 bis 20 Monate.

Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.