Erweitertes Gerätehaus soll Anfang Mai eröffnen

Feuerwehr Heek

Noch heben sich die beiden neuen Tore an der erweiterten Fahrzeughalle des Löschzugs Heek der Freiwilligen Feuerwehr deutlich von den bestehenden ab. Das wird sich bald ändern. Den Anstrich der alten Tore nehmen die Kameraden selbst vor. Die Farbe steht schon bereit: RAL 3000 - feuerrot.

HEEK

, 07.02.2017, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Wenn die Gemeinde schon so umfangreich erweitert, dann machen wir die Sache selbst auch rund", erklärt Löschzugführer Nico Terwolbeck am Montag beim Ortstermin, dass die Eigenleistung für seine Männer - und eine Frau - "selbstverständlich" sei. Es sei schließlich auch "ihre Heimat" in der Stroot, in der die "Abläufe im Einsatzfall optimiert" laufen müssten. Und dies seit Anfang der 90er-Jahre.

Verblenderbleche am Dach wurden in Eigenregie abgenommen und werden neu lackiert. Auch wurden zuletzt Spinde abgebaut, damit die Durchbrüche zur Alarmumkleide vorgenommen werden können. Dieser Bauabschnitt ist im Zuge des Umbaus und der Erweiterung auch der nächste.

Gebäudehülle ist dicht

"Die Gebäudehülle ist dicht", kann Norbert Otte (Fachbereich IV - Planen, Bauen und Verkehr) für die Gemeinde vermelden. Wichtig angesichts der Vorhersage, dass der Winter doch noch einmal zurückkehren kann. "Wir sind nun wetterunabhängig und können im Gebäude mit den Arbeiten fortschreiten", ergänzt Otte.

Grobinstallationsarbeiten, Fußbodengestaltung im neuen Hallenabschnitt, Innentüren, Malerarbeiten - nur einige der Gewerke, die zeitnah in Angriff genommen werden sollen. Schlussendlich soll es dann an die Feininstallation gehen. "Heute ist das Thema Netzwerktechnik ein großes." Zum Schluss werde man ein Feuerwehrhaus vorfinden, das den heutigen Ansprüchen vollumfänglich genügt.

Getrennte Umkleiden

Geschaffen werden zwei neue Fahrzeugstellplätze, die später nicht nur die Option bieten sollen, Fahrzeugwäschen vorzunehmen. "Wir können zudem dort ein Logistiklager einrichten. Dadurch ist die Lage im bestehenden Bereich entspannter", berichtet Gerätewart Sebastian Schaten. Rückseitig wurde ein neuer Umkleidetrakt angegliedert. Etwa 36 mal drei Meter lang. "Das schreibt die Verordnung so vor. Umkleiden müssen von der Fahrzeughalle getrennt werden - zum einen aus gesundheitsrelevanten Fragen (Rußpartikel, Feinstaub beim Anlassen der Fahrzeuge), zum anderen zur Minimierung von Unfallgefahr.

Apropos Abgase: Parallel werde in der Halle eine Abgasabsauganlage installiert - ein weiterer Schritt in Richtung Arbeitssicherung. Die Spinde werden künftig in den Umkleiden untergebracht, was in der bestehenden Halle weiteren Platz schafft. Dank flexibel versetzbarer Trockenbauwände soll dann in der Alarmumkleide auch auf die Entwicklungen in der Mannschaft reagiert werden können. So ziehen sich dort auch die Jugendfeuerwehr und die Frauen um. Für sie wird zudem im vorhandenen Bereich eine Duschmöglichkeit eingerichtet.

Fertig werden

Aufgrund der erforderlichen Durchbrüche von der Halle in den neuen Umkleidetrakt sei es nun wichtig, für eine geordnete Koordination zu sorgen. "Die Fahrzeuge müssen tagsüber ausgelagert werden, es muss aber trotz allem die Einsatzbereitschaft gewährleistet sein", sagt Norbert Otte.

Das ließe sich für eine Übergangsphase nicht ändern, man arbeite eng zusammen. Jetzt sollten alle folgenden Gewerke nacheinander abgebaut werden. "Wir wollen fertig werden!" Laut Otte peile man Anfang Mai als Eröffnungstermin an.

Jugendfeuerwehr

Nico Terwolbeck und seine Leute freuen sich bereits auf das "neue" Zuhause. "Wie es aussieht, bekommen wir in diesem Jahr noch sechs Kameraden hinzu. Dazu würden wir uns natürlich weitere Damen und Verstärkung für die Jugendfeuerwehr wünschen. Dann sind wir sehr gut aufgestellt nach der Erweiterung", so der Löschzugführer.

Mit dem Alarmmonitoring, eine Art Einsatz-Monitor mit allen relevanten Daten, werde man auch technisch einen weiteren Schritt machen. Übrigens: Wie wichtig die rasche Einsatzbereitschaft ist, zeigte sich gleich bei diesem Ortstermin. Kaum eingetroffen, wurde Alarm ausgelöst: ausgelaufener Kraftstoff auf der Autobahn 31…

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