Die Vermarktung der Flächen auf dem Ex-Hülsta-Areal läuft auf Hochtouren. © Markus Gehring
Wirtschaft in Heek

Ex-Hülsta-Gelände: Vermarktung läuft unsichtbar auf Hochtouren

Auf der riesigen Ex-Hülsta-Fläche sollen 20 kleinere Gewerbeflächen entstehen. Die Vermarktung ist bereits gut angelaufen. Anfragen gibt es viele. Doch geklärt sind längst noch nicht alle Fragen.

Rund 6,5 Hektar Nutzfläche bei einer Gesamtgröße von 82.000 Quadratmetern: Das ehemalige Hülsta-Areal an der B70 und in direkter Nähe zur Autobahn 31 ist bei Gewerbebetrieben in der Region längst in aller Munde. 20 Gewerbeflächen sind zu vergeben. Wöchentlich trudeln Anfragen im Heeker Rathaus ein. Die Vermarktung läuft. Geklärt sind aber noch nicht alle Fragen.

Ein Baumarkt, ein Autohaus und eine Kita haben sich auf der Fläche bereits angesiedelt. Auch könnte dort ein Macher-Campus für Start-Ups entstehen. Viele weitere Unternehmen haben ihr Interesse bei der Verwaltung hinterlegt. „Es kommen wöchentlich Anfragen rein“, so Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage. Es seien eher zu viel als zu wenig.

Vermarktung ist gut angelaufen

Nicht von Nachteil, so hat die Gemeinde die freie Auswahl, welche Unternehmen gewollt und welche es eben nicht sind. Man steht nicht unter Zugzwang. Stichwort Refinanzierung der Erschließungskosten von rund zwei Millionen Euro. Unabhängig von der Frage, was im Detail gewollt ist, sei die Vermarktung gut angelaufen, wie der Bürgermeister wissen lässt. „Wir sind gut unterwegs. Es gibt keinen Stillstand.“

Rund 1,5 Hektar der Nutzfläche sind bisher vergeben. Dass ansonsten auf der Fläche noch viel Erde und Schotter zu sehen sind, liegt nicht nur an der Erschließung. Die Vermarktung braucht eben ihre Zeit. „Ich führe derzeit viele Gespräche auf verschiedenen Ebenen“, berichtet Weilinghoff. Wohlgemerkt: parallel zueinander.

Lokalpolitik entscheidet über Vergabe im Rat

Zum einen befindet sich der Bürgermeister als Chef der Verwaltung im Austausch mit den örtlichen Fraktionsspitzen. Einfach, um auszuloten, was sich die Lokalpolitik für Unternehmen auf der Fläche vorstellen kann. Und welche eben nicht. Denn am Ende ist es auch der Rat, der über jede einzelne Interessensbekundung entscheiden wird.

Auf dem Ex-Hülsta-Areal soll nach Möglichkeit ein Branchenmix enstehen.
Auf dem Ex-Hülsta-Areal soll nach Möglichkeit ein Branchenmix enstehen. © Markus Gehring © Markus Gehring

„Zum anderen spreche ich mit den Unternehmen, die sich bei uns bewerben“, so Franz-Josef Weilinghoff. Denn natürlich gibt es auch Anfragen, die von vornherein keine Aussichten auf Erfolg haben. Nämlich dann, wenn die Lokalpolitik dem Ganzen einen Riegel vorschiebt. Genau deshalb ist der Austausch zwischen Verwaltung und Lokalpolitik so wichtig.

Areal liegt im Wasserschutzgebiet

Dass sich der Bürgermeister generell einen Branchenmix wünscht, ist bekannt. Doch kämen Einzelhandel und Betriebe mit einer hohen Wasserbelastung um die Ecke, wäre dennoch ein „Nein“ die direkte Folge. Das Areal liegt in einem Wasserschutzgebiet.

Übrigens hat auch die Arbeitsgruppe „Gewerbegrund“ schon getagt. So soll auch ganz allgemein ein Leitbild für das Gewerbe in der Dinkelgemeinde erstellt werden. Das zumindest ist der Plan. Bleibt aber die Frage, wie verbindlich etwaige Leitlinien am Ende dann sein würden.

Fakt ist: Die Vermarktung der Flächen läuft im Hintergrund auf Hochtouren. „Es ist ein paralleles Arbeiten. Die Gespräche auf verschiedenen Ebenen schließen sich nicht gegenseitig aus“, betont Bürgermeister Weilinghoff.

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